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Selbstfindung

Dominik schreibt über Selbstfindung und die abertausenden Ratgeber dazu.

Aber vielleicht muss ich mich gar nicht finden, da ich mich nie verloren habe. Vielleicht reden mir viele dieser AutorInnen nur ein, dass ich noch da- oder dorthin muss?

Nicht, dass ich immer am Stand stehen will. Veränderung ist wichtig und Neues lernen, erfahren, ein Teil MEINES Lebens.

In dem was sich Selbstfindung nennt renne ich oft drei Schritte vor mir her und verliere mich erst recht. Es macht mich unglücklich, da ich immer meine nicht vollständig zu sein.

Heute sitze ich einfach da, tippe in mein iPad und lasse mir die Sonne auf die Nase scheinen.

Selbstsein statt Selbstfindung.

Einfach mal abschalten

Digital Detox heißt also der neue Trend, der vor einem Jahr noch unter “Offline Urlaub” firmierte.

Finde ich gut, außer dass er – siehe letzter Absatz im t3n Artikel – wieder mal nur dafür dient um produktiver zu werden. Wie wäre es mal mit Absichtslosigkeit?

Einfach nur abschalten – alles. Geräte. Den Kopf. Den Leistungsdruck.

Die elektrische Zahnbürstenaffäre

16. Juli 2016. Der Tag an dem die elektrische Zahnbürstenaffäre in Twitter Fahrt aufnahm.

Martin B. hatte Monate zuvor eine Prämienerhöhung seiner Zahnversicherung erhalten. Das wunderte ihn, da die entsprechenden Klauseln im Vertrag dies nur in speziell begründeten Fällen vorsah – abgesehen von Inflationsanpassungen. Recherchen, Drohungen von Anwälten und viele signierte E-Mails später schrieb er am 15. Juli 2016 einen Blogartikel über die Ergebnisse dieses langwierigen Prozesses.

B. hat(te) eine elektrische Zahnbürste neuester Bauart inklusive Bluetooth Adapter, eingebauten Beschleunigssensoren, Gyroskop, etc. Die Bürste war mittels “Blauzahn” mit dem Smartphone bzw. einer speziellen App verbunden und zeichnete so alle Bürstvorgänge auf. Nach einigen Tagen Nutzung bekam man Vorschläge, wie man seine Zähne besser putzen sollte, welche Handhaltung sauberere Ergebnisse erzielte usw.

Die App war kostenlos. Tief in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen schlummerte der Absatz, dass die App kostenlos und ohne Werbung sei, aber man doch seine Daten an Firmen, wie z.B. Versicherungen, gerne weitergeben möchte.

Auch B.s Versicherung kaufte die Daten, die jedoch nur aus Nickname, Mailadresse und den Putzdaten bestand. B. nutzte vorsorglich eine andere Adresse für die Konversation mit Firmen. Was B. nicht bedachte war, dass er dieselbe Mailadresse wie für die Zahnapp auch für Bestellungen seiner Zahnpaste – einer speziellen – verwendete. Diese exklusive Marke bzw. die Firma kannte somit seine Adresse und war dank ihrer allgemeinen Geschäftsbedingungen durchaus bereit Zahnversicherungen zu Werbezwecken ihre Daten bereitzustellen.

So verzahnte sich ein Fakt mit dem anderen und mit B.s Zahnversicherung und mit einem weiteren Umstand. So gründlich B. auch putzte, so sinnlos kamen ihm die Tipps der App vor. Dies war dem Umstand zu verdanken, dass sein Sohn die Zahnbürste heimlich zum malen verwendete, da diese wilde Muster aufs Papier zauberte. Die Idee nicht nur die Vorschläge sondern auch die Putzstatistik zu betrachten kam B. erst viel zu spät.

Am 20. Juli entschuldigte sich die Versicherung offiziell auf Twitter, nach der Shitstorm rund 800.000 Tweets mit Hashtag #watchyourtoothbrush erreichte.

Am 25. Juli erreichte ein Video eines elektrischen Zahnbürstenkünstlers einen ersten viralen Höhepunkt.

Am 27. Juli gab es unter dem Hashtag #electrictoothbrushart rund 1,5 Mio. Bilder auf Instagram.

Das Crowdfunding um B.s horrende Anwaltskosten wieder hereinzubringen hatte zu dem Zeitpunkt 1.280 Euro eingebracht.

Einfach bloggen

Recht hat er, der Emanuel.

Wo sind die Zeiten hin, in denen ich einfach frei heraus gebloggt habe. Nicht lange überlegt, ob das jemanden interessiert oder ob genug Inhalt vorhanden. Was immer ich interessantes – für mich – gefunden habe ging auch in die Welt hinaus.

Probieren “wir” es wieder. Quasi “zurück in die Zukunft”.

PS: Dieser Artikel wurde per iPhone getippt. Geht also wirklich “zwischendurch”.

#sommerworte

Vorgestern veröffentlichte ich den Text Immer und nie wieder. als meinen Beitrag zu Dominik Leitners Immer und immer wieder.. Dominik gefiel mein Text.

Heute ist er nochmals in Dominiks Blog Neon|Wilderness erschienen – als einer der Beiträge im Rahmen der #sommerworte

Dominik schreibt darüber:

Das Projekt #sommerworte soll den Sommer literarisch werden lassen: 62 Mal erscheint um 10 Uhr ein literarischer Text, viele von mir, aber unzählige auch von motivierten Gastautoren.

Wer gerne liest, der/die hat nun ein wenig mehr Lesestoff.

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