Facebook - meine ersten Erfahrungen
Stichwort “Applikationen”. Applications nennt es Facebook, es spricht derzeit nur englisch – soll aber noch dieses Jahr mit deutschsprachiger Oberfläche erscheinen. Applications kann jedeR erstellen und in Facebook anbieten (Facebook nennt diese Initiative “F8” – siehe Developer Seite). Dies sind quasi kleine Plugins die die Funktionen von Facebook noch erweitern. Wer also sieht, dass sein Friend eine neue Applikation installiert hat, klickt auf das Icon der Applikation und landet in einer Facebookgruppe (erkläre ich gleich) dort gibt es weitere Details, oft Diskussions/Supportforen und die Applikation selbst zur Installation. Installation bedeutet nur einen Klick auf eine Button. Danach folgen ev. ein paar Hinweise, insbesondere das Facebook für Applikationen dritter keine Haftung übernimmt. Bei einigen Applikationen muss man noch Einstellungen vornehmen. Aber in höchstens 5 Minuten hat man das immer geschafft (zumindest bei den von mir ausprobierten). Bisweilen habe ich hunderte Applications gefunden aber erst wenige installiert. Angeblich gibt es mehr als 2.000 Applikationen (siehe The numbers, from Facebook themselves). Die Applikation “Top Friends” habe ich gleich mal gesucht, nach dortigen Angaben hat sie 13,212,080 BenutzerInnen (die Anzahl wird bei jeder Applikation angezeigt und anscheinend automatisch generiert).
Ein paar Beispiele:
- Anzeige aller meiner Bilder in Flickr. Sogar Tags und die Albenstruktur werden dabei übernommen. Allein unter dem Stichwort “Flickr” gibt es aber insgesamt 10 unterschiedliche Applikationen.
- Anzeige von neuen Links die ich über del.icio.us getaggt habe.
- Import meiner eigenen Blogeinträge (regelmäßig) in ein Art Notizbuch.
- Weltkarte, in der ich die Länder eintragen kann, in denen ich schon gewesen bin.
- Anzeige meiner Twitter-Einträge plus ein Eingabefenster für neue Einträge.
- ...
Man hat fast den Eindruck, dass es keine Web 2.0 Anwendung gibt, die nicht auch in Facebook importiert, angezeigt etc. werden kann. Facebook schafft es damit, dass ich meine Profilseite als zentrales Informationsmedium über all meine Webaktivitäten verwende(n kann). Etliche Applikationen sind wiederum mit meinen Friends verknüpft. So sehe ich in einer Übersicht nicht nur meine neuesten Flickr Fotos sondern auch die meiner Friends.
Diese “Verknüpfung” (das ist kein Fachausdruck aus Facebook
ist – meinem Eindruck nach – zentrale Philosophie von Facebook und geht über vieles hinaus was ich in Xing und Co gesehen habe. Schaue ich mir einen Kalendereintrag an werde ich auch gleich darauf hingewiesen, dass ich auch die meiner Friends sehen kann (sofern öffentlich). Klicke ich auf eine neue Applikation teilt mir Facebook mit, welcher meiner Freunde auch diese Applikation verwendet. Das schafft natürlich Anreize sich noch mehr in der Facebook Welt herumzutreiben. Bei Applikationen schafft dies aber auch Vertrauen, denn wenn meine Friends es nutzen, dann… Auf alle Fälle schafft es Facebook den Begriff “Netzwerk” wirklich mit Leben zu erfüllen.
Zentraler Anlaufpunkt für meine Person ist mein Profil. Wer Zugang zu meiner Profilseite hat kann ich stufenartig bestimmen. Jede Applikation oder Feature von Facebook wird in einem Kästchen angezeigt. Ich selbst kann diese Kästchen auf der Seite verschieben wie ich möchte – nur einige sind fix. So lässt sich einfachst eine eigene kleine Website, Blog, etc. zusammenstellen. “The Wall” bietet dabei anderen die Möglichkeit mir Nachrichten auf meiner Profilseite zu hinterlassen – eine Art Gästebuch Funktion. Ebenso kann ich Texte erstellen, Termine posten und vieles mehr.
Gehen wir nochmals zum Thema “Friends“. Wie finde ich denn nun heraus, ob mir bekannte Menschen auch in Facebook anwesend sind. Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten. Durch Eingabe meiner Zugangsdaten (wer Facebook vertraut) werden meine Online Adressbücher von Google Mail, Yahoo und Co durchsucht und mit den Mitgliedsdaten verglichen. Ebenso kann ich mit den Zugangsdaten zu Instant Messengern verfahren. Auch Visitkarten-Dateien von Mailprogrammen sind importierbar. Dabei ist Facebook sehr “hilfsbereit” und bietet genaue Anleitungen wie ich diese von meinem Mailprogramm erhalte. E-Mail-Adressen, die sich nicht in Facebook finden kann ich gleich zu Facebook einladen – Facebook ist mir hierbei ebenso “behilflich”, wobei ich dieses Angebot auch ablehnen kann.
Die interne Suche ist ebenso vielfältig. Auch hier kann ich nach Schule, Universität, Ort oder Arbeitgeber suchen. Eine “Volltextsuche” bietet mir die größte Flexibilität. Um von manchen Suchergebnissen nicht quantitativ überfordert zu sein werden diese etwas kategorisiert, nach Mitglieder, Mitglieder mit einem öffentlichen Profil, nach Gruppen, ... oder nach Applikationen. Letzteres finde ich recht schlau, da man so natürlich öfters auf interessante Applikationen trifft, diese installiert und somit noch ein bisschen mehr an Facebook gebunden wird – zumindest zeitlich ![]()
8 Kommentare
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Bin schon gespannt auf Deine weiteren Erfahrungen. Ich habe Facebook auch erst vor Kurzem entdeckt und bin ziemlich angetan. Die machen da vieles richtig. Diese extreme interne Verknüpfung ist sehr konsequent gemacht. Die vielen Applications wecken den Spieltrieb – das ist wie mit einer neuen Software oder einem neuen Computer :
) Allerdings nutze ich es derzeit noch nicht intensiv, weil mir die praktische Anwendung fehlt. Von daher könnte die Gruppenfunktion evtl. interessant sein. Mal schauen :)
Hm, die praktische Anwendung. In der Theorie würde mir einiges einfallen, aber in der Praxis benötige ich es derzeit nicht. Ich werde mich mal umsehen, ob ich ein paar interessante Beispiele finde.
Der von dir erwähnte Spieltrieb ist sicherlich etwas, dass einem stundenlang in Facebook fesseln kann – sofern man diesem erliegt. Die spannende Frage ist, ob nach dieser “Spielphase” etwas übrigbleibt was Bestand hat. Aber das beste Übungsobjekt bin ich wohl mir selbst ;-)
Ein sehr informatives Tutorial, in der Blogosphäre habe ich ja schon in diversen Blogs über Facebook beiläufig gelesen, aber nun bin ich doch um einiges schlauer und werde es im Hinterkopf behalten, denn da schwelt doch schon eine Idee und darum werde ich mich wohl doch zu einer Anmeldung hinreißen lassen, aber wohl erst im neuen Jahr.



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