Warum für Software zahlen?

Apfelquak berichtet unter dem Titel Mac-Entwickler halten zusammen darüber, dass Twitterific gehackt worden sei und man damit eine werbefreie Version erhalten könne. Einige Mac Software Entwickler hätten daraufhin gegen solche Vorgehensweisen Stellung bezogen. Stimmt einer der Kommentare ist aber das ganze ein Fake und diesen Hack gibt es gar nicht.

Das interessante an diesem Artikel sind jedoch die vielen Kommentare. Hier finden sich die unterschiedlichsten Positionen. Die einen zahlen gerne für gute Software, die anderen suchen lieber Freeware und einige finden solche Hacks durchaus gerechtfertigt (Motto “Hätten sie doch besser programmiert”).

Seit etlichen Jahren fahre ich nunmehr den Weg, das ich nur Software verwende, deren Linzenz ich auch nachkomme. So findet sich auf meinem Mac neben Kaufsoftware, bezahlte Shareware und Freeware. Natürlich gibt es Programme, die ich für unverschämt teuer halte. Aber dann benutze ich sie nicht, sondern suche mir lieber Alternativen.

Einzelpersonen oder kleine Firmen, die Software entwickeln wollen auch von etwas leben und daher löhne ich diese Arbeit durchaus. Für andere Dinge in meinem Leben (z.B. ein Restaurantbesuch) hinterlasse ich oft mehr – ohne zu prassen – als für eine Software die ich täglich nutze.

Aber auch für Freeware bin ich gerne bereit mal ein Dankeschön zu sagen und dies auch quantitativ auszudrücken. Insbesondere bei Webprodukten behandle ich so. Eine Wiki Software, die tagtäglich auf meinem Webspace läuft ist mir dann durchaus mal ein Geschenk bei Amazon wert. Insbesondere wenn ich sehe, wie der/die EntwicklerInnen sich auch um Updates und Verbesserungen kümmern und mir daher mein Webangebot erst möglich machen.

Nur weil jemand ohne Forderung oder zu einem “geringen” (das ist natürlich relativ) Preis seine Software zum freien Gebrauch anbietet und nicht mittels zig Mechanismen schützt muss er/sie doch nicht den Schaden dafür haben. Soll denn jedes noch so kleinste Softwareprodukt schon mit einem Digtalen Rechtemanagement und mit Freischaltcodes etc. daher kommen?

2 Kommentare

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OpenSource auch am Mac in allen Ehren, aber alles gibt’s halt auch nicht in der Qualität, wie kommerziell.

Ich bin gerade vor Kurzem auf MacOS gewechselt. So viel Software wie in den letzten Monaten habe ich mir noch nie gekauft. Aber: Vorher hab ich die gehackten Programme genutzt, ganz einfach, um sie auszuprobieren.

Gecrackte Versionen sind weiter verbreitet und werden auch mehr gekauft. Zu strikt sollte man gar nicht sein.

#1GeorgHomepage • am 30.12.2007 20:15Antwort

Hmm, das kann ich nicht beurteilen. Natürlich wollte ich nicht für “bezahlt jedes schlecht programmiert Stück Software” plädieren.
Ich mag auch lieber eine Software, die ich in allen Bereichen ausprobieren kann, bevor ich zahle. Twitterific wäre da so ein Beispiel. Der Unterschied zwischen der kostenlosen und der bezahlten Version ist, dass die – nicht so oft – eingeblendete Werbung gar nicht erscheint. Hier kann ich mir ein Bild davon machen, ob ich das Programm nutze und es auch so lange ausprobieren, wie ich will. Bleibt es dann in meinem Programme Verzeichnis, dann zahle ich gerne mal etwas dafür. Denn auch die Zeiten in denen ich 5.000 Programme auf meinem Rechner hatte sind vorbei…

#1.1Robert LenderHomepage • am 30.12.2007 20:22Antwort

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