G1Notizen: USB, Handbuch und Google
Auch heute gibt es in den G1Notizen wieder einige Anmerkungen zu meinen Erfahrungen mit dem G1 und seinem Android Betriebssystem.
USB
Heute habe ich endlich das USB-Kabel in die Hand genommen und das T-Mobile G1 mit meinem Mac verbunden. Das G1 fragt kurz nach ob ich Daten austauschen möchte, dann erscheint der Inhalt der Speicherkarte (mit FAT16 formatiert) als Laufwerk in meinem Mac. Der Inhalt ist nicht üppig: ein paar MP3 Dateien, das Handbuch in englischer und deutscher Sprache sowie (in einem eigenen Verzeichnis) die von mir schon aufgenommenen Fotos.
Das Kopieren von Dateien geht flott von der Hand.
Zwei Verzeichnisse (mit jeweils dem Inhalt einer CD) aus meinem iTunes Verzeichnis schob in in das Music Verzeichnis des G1. Der Musikplayer erkannte die MP3s sofort und zeigte mir auch die entsprechenden Metadaten wie Titel, Album, Interpret an.
Handbuch
Am G1 fand ich auch das Handbuch (das auch auf einer CD-ROM beiliegt). Umfang: 157 A5-Seiten.
Wer der G1 verwenden möchte braucht unbedingt einen Account bei Google. Wer noch keinen hat, kann direkt am G1 einen neuen Account anlegen. Was ich nicht merkte – da ich schon Google User bin – aber im Handbuch (sogar mit Screenshot) zu finden ist, ist der Umstand, dass dabei auch ein Captcha angezeigt wird, dass man abtippen muss. Für eine Mobiltelefonregistrierung wohl ein wenig seltsam, oder?
In seinen Alltagsgeschichten beschreibt FutureNews u.a. den Einstieg. Weitere erste Eindrücke gibts dann unter mobileblogger.at.
Mit dieser Registrierung hat man auch automatisch Zugriff auf den Google Calendar, die Kontakteliste in Google Mail und auf Google Mail selbst. Wer intensiver NutzerIn dieser Applikationen ist, hat mit dem G1 auf alle Fälle eine nette mobile Version bei sich :-) Aber schon beim Versenden eines Fotos war ich verwundert, dass ich es zwar per Mail oder per MMS versenden kann, aber von Picasa gab es keine Spur. Nicht, dass ich dieses Service nutze, aber es liegt auf der Hand. In der Applikation “Marketplace” (über die online weitere Programme downloaden sind) wurde ich dann fündig. Eine kleine Applikation installiert den Zugang zu Picasa und damit auch einen Menüpunkt in der Bildverwaltung.
Nebstbei: Die über “Marketplace” verfügbaren Anwendungen sind (zumindest teilweise) auch im Web zu finden
Über diese mehr oder minder starke Verknüpfung mit Google kann man trefflich diskutieren – wie auf der anderen Seite der Macht beim Apple iPhone. Gerhard Reischl rauft sich sicherlich die Haare über diese massive Einbindung von Google in das eigene Leben. Das G1 ist daher für diejenigen, die Google durchaus nicht negativ gegenüberstehen. Daher bin ich eher überrascht, dass die Integration von Google Diensten nicht noch massiver ausgefallen ist bzw. teilweise erst nachgerüstet werden müssen. Aber vielleicht müssen wir nur ein oder zwei Updates abwarten.
So gibt es erste Bestätigungen zu GDrive, dem Online-Speicherplatz von Google. Denke ich das weiter wäre das G1 (oder vielleicht erst das G2?) die mobile Erweiterung von Googles Diensten.
- Kontakte und Termine verwalten, Mails senden und empfangen.
- Fotos schiessen und auf Picasa veröffentlichen.
- Auf meine Dateien auf GDrive zugreifen.
- Mittels GoogleDoc etc. Texte und Tabellen lesen, erstellen und bearbeiten.
Es wäre dann wirklich – relativ – egal ob ich zu Hause am PC sitze oder mit meinem G1 unterwegs bin. Meine Daten sind überall verfügbar. Nachdem all diese Dienste von Google kommen braucht es nur der einmaligen Passworteingabe bei der Erstregistrierung des G1 und ich muss mich um keine weiteren Einstellungen kümmern. Ich kann – in verkleinerter Fassung – genauso arbeiten wie zu Hause. Das könnte natürlich Android Mobiles zu einem interessanten Produkt für mancheN werden lassen.
Im Moment ist dieser “seamless” Weg eben nur beim Kalender, den Kontakten und Google Mail gegeben. Der Weg scheint aber vorgezeichnet. Und was spricht letztlich dagegen einen “Billigst-PC” mit Android Betriebssystem auszustatten und wir haben das was unter dem GoogleOS schon lange herumgeistert. Zu Hause das größere Gerät und mobile ein G(irgendeine Zahl).
Schöne neue Welt
Aber wollen wir das auch? Alle wichtige Applikationen und alle Daten – von Terminen, Adressen, Fotos bis zu meiner Korrespondenz und meinem Haushaltsbuch – in der Hand einer einzigen Firma. Andererseits kann ich natürlich auch beim G1 andere Maildienste nutzen, per Browser auf Online-Festplatten anderer Anbieter zugreifen – also meine Abhängigkeit von Google (außer der generellen Registrierpflicht, etc.) etwas reduzieren. Bequemlichkeit versus “Datenkrake”. Die Entscheidung wird wohl ganz individuell ausfallen.
Das nächste Mal…
In meiner nächsten Notiz werde ich mich dann aber der Frage widmen, ob wirklich alles so “seamless” beim G1 ist, ob die Applikationen schon so rund sind, dass auch der berühmte Otto-Normalverbraucher damit umgehen kann. Außerdem muss sich das G1 endlich auch gegen das iPhone bewähren. Aber vielleicht schreibe ich auch erst mal von meiner leichten Liebelei auf den fünften Blick … ;-)
Außerdem wäre es an der Zeit die Beiträge meiner G1-Testerkollegen zusammenzufassen…
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