Submenüs in Kinetic - eine Usability Frage
Ich stelle mir beim ausprobieren von Kinetic eine Frage, die ich gerne an meine LeserInnen weiter reichen möchte.
Schaut auch mal folgenden Screenshot an:

Ihr seht einen Ausschnitt aus einem Menü. Der Menüpunkt “Über mich” ist ausgeklappt (da der – hier nicht sichtbare – Mauszeiger darauf steht) und gibt ein Submenü “Meine Webwelt” frei. Nebenbei: Die Einträge im Submenü könnten mehrere sein, aber zum testen reicht mal eines.
Jetzt die Frage. Wenn ihr auf ein solches Menü stosst, würdet ihr meinen, dass “Über mich” auch klickbar ist oder nur die Überschrift darstellt um dann auf “Meine Webwelt” und ev. weitere Submenü Einträge zu klicken?
Gleich vorab. Beides wäre in Kinetic realisierbar. Ich bräuchte eine Einschätzung was sinnvoller ist. Das immer im Wissen, das man es nie perfekt machen kann, aber zumindest für viele einfacher.
Ich ersuche euch daher um eure Meinung.
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17 Kommentare
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#1 - Harald am 13.03.2009 um 18:23:
Im SHop selber haben wir das aber auch anders gelöst, wenn sich hinter dem “Sammellink” eine sinnvolle Seite verbirgt.
Persönlich bevorzuge ich es, wenn nur die Unterlinks anklickbar sind.
Harald
#1.1 - Robert Lender am 13.03.2009 um 18:51:
#2 - strcat am 13.03.2009 um 18:28:
I. d. R. geh ich aber davon aus das das Submenü klickbar ist.
#2.1 - Robert Lender am 13.03.2009 um 18:52:
#2.1.1 - Klaus am 13.03.2009 um 19:59:
Wobei vermutlich all Deine Blogleser auch versierte Internet-Surfer sind.
Vielleicht hast Du im Bekanntenkreis jemanden, der wenig im Netz unterwegs ist und der die Navigation mal bei Dir ausprobiert? Das kann ziemlich aufschlussreich sein.
Grüße,
Klaus
#2.1.1.1 - Robert Lender am 13.03.2009 um 20:46:
Ein kleiner Usabilitytest ist eine gute Idee. Noch dazu wo ich im neuen T3N über Usability Tests selbst durchführen gelesen habe :-)
#3 - Jan am 13.03.2009 um 23:22:
#3.1 - YellowLed am 13.03.2009 um 23:56:
#3.1.1 - Jan am 14.03.2009 um 00:50:
#3.1.1.1 - YellowLed am 14.03.2009 um 18:51:
#3.1.1.1.1 - Jan am 14.03.2009 um 20:34:
#4 - Gerald - hyperkontext am 14.03.2009 um 14:27:
Offenbar kann das aber dieses Kinetic – oder wie das Ding auch immer heißt – nicht.
Irgendwie scheinen diese Ausklappmenüs eine magische Anziehungskraft für Betreiber und Designer zu haben.
Für Benutzer hält sich das in Grenzen:
1. Wenn du nur wenige Menüpunkte hast, ist es nicht wirklich notwendig.
2. Wenn du komplizierte und verschachtelte Menüstrukturen hast, wird es mit Ausklappmenüs nicht übersichtlicher, dafür aber unzugänglicher.
Viele ältere Menschen oder welche mit nur leichten motorischen Problemen verzweifeln an eng verschachtelten Ausklappmenüs. Oft sind diese Menüs dann auch nicht mit Tastatur zu bedienen.
Mein Fazit:
In jedem Fall sind solche Dinger ein hochsensibler Drahtseilakt der Usability und Accessibilty. Und nach der ersten Euphorie und genauerer Analyse sind solche Lösungen meist nur eine scheinbare Verminderung der Komplexität (aus Sicht des Gestalters).
#4.1 - Robert Lender am 14.03.2009 um 14:44:
Die Submenüs würde ich eher nur für Subkategorien einsetzen. So habe ich derzeit in meinem Blog die Kategorie “Mobiler Alltag” in dem man auch über das Betriebssystem “Android” Artikel lesen kann. Diese sind auch der Kategorie “Android” zugeordnet. Meine Idee war jetzt, dass, wer möchte, statt auf “Mobiler Alltag” gleich auf “Android” klickt und so genauer auf das Thema kommt. Die Submenüs wären daher eher ein Fall für die Untergliederung von Artikeln die im Hauptmenü zu finden.
Aber du hast natürlich recht, dass man hier vorsichtig sein muss. Ich bin daher eben am überlegen und experimentieren, wo ich noch weiter reduzieren kann.
Wie ich schon unter Kinetic: Ein paar Details geschrieben habe ist man leicht in Versuchung alle Features zu nutzen. Hier gilt es sparsam zu bleiben und diese nur dort einzusetzen, wo es einen Mehrwert für die LeserInnen hat.
Soweit ich es ausprobiert habe sind Submenüs über Tastatur (Tab-Taste) erreichbar. Man springt – im obigen Fall – zuerst den Link zu “über mich” an und danach kommt man auf den Link zu “Meine Webwelt”. Aber das Menü klappt dabei nicht aus. D.h. für Sehende tabbt man sozusagen im dunkeln weiter. Außerdem fehlt noch der Fokus um zu sehen, wo man gerade ist.
Tja, noch einiges zu basteln an dem Ding.
Aber für mich ist die Beschäftigung damit interessant, da ich so mich auch ein wenig mehr in die Technik (auch bezüglich Accessibility) einarbeite und nicht immer nur theoretisiere.
#4.1.1 - Gerald - hyperkontext am 14.03.2009 um 18:52:
Letztendlich sind es meiner Ansicht nach nur visuelle Verführer (aus Sicht des Gestalters) und erhöhen auf Websites (anders bei Anwendungsprogrammen und Werkzeugen) nur in speziellen Fällen tatsächlich die Benutzbarkeit.
#4.1.1.1 - YellowLed am 14.03.2009 um 20:45:
Andererseits nähern sich natürlich viele Web“anwendungen” in Look ‘n’ Feel immer mehr Desktopanwendungen an — auf die Gefahr hin, dabei auch das Schlechte zu übernehmen. Und das schwappt — für meine Begriffe leider — auch auf “normale” Webseiten über.
#4.1.1.1.1 - Gerald - hyperkontext am 14.03.2009 um 21:09:
Genauso meinte ich das mit meinen (umständlichen) Ausführungen.
#4.1.1.1.2 - Robert Lender am 14.03.2009 um 21:09:
Deshalb sind auch immer die Betriebssysteme, die Programmiersprachen, die Weblog Engines die Besten, die man selbst schon lange verwendet. Man hat sich an Umständlichkeiten gewöhnt, Workarounds geschaffen,...
Über die Ausklappmenüs muss ich noch weiter nachdenken…