A-TAG 09 - Ein Rückblick
Am 16. Oktober 2009 fand der vierte A-TAG, einer DER Veranstaltungen in Österreich zur Web Accessibility (des Vereins Accessible Media) statt. Auf der Website des A-TAG 09 findet ihr das Programm.
Ebenfalls finden sich dort bald die einzelnen Referate als Audiodatei (sowie transkripiert) und die Präsentationen. Nachfolgend habe ich die schon jetzt im Web vorhandenen Links zu Dokumenten (soferne ich sie fand) gesammelt und verbinde das mit dem einen oder anderen Gedanken meinerseits.
Aber beginnen wir von vorne.
Referate
Die Tagung begann mit der Frage Wie wird Web2.0 unser Leben verändern und ersten Antworten von Max Kossatz (siehe Blogbeitrag mitsamt Präsentation von Max Kossatz).
Es gab ein wenig Verwirrung (über Twitter) was dieses Thema – so ganz ohne Bezug zur Web Accessibility – beim A-TAG soll. In den Beispielen von Max fanden sich einerseits Ansätze in denen Web Accessibility noch viel gefordert sein wird. Andererseits zeigte Max auf, dass man als kleine Initiaitive im Web einiges erreichen kann. Das sollte Anregung sein, wie das Thema Web Accessibility dorthin getragen werden kann, wo es noch kein Thema ist.
Sylvia Egger fand auch 2009: Eine Tastatur-Odyssee beim surfen durch eine Videoplattform (siehe Präsentation von Sylvia Egger auf Slideshare). Sie zeigte damit, dass auch 2009 noch viele barrierefreie Techniken kaum bekannt sind bzw. angewandt werden.
Zu Fritz Weissharts Thema Böses Javascript – Gutes Javascript? (siehe Weissharts Blogbeitrag) kann ich nichts sagen, da meine Javascript Kenntnisse in Richtung Null tendieren.
Michael Barthofer referierte über Die BIENE – Ruhekissen oder Nagelbrett?. Im Jänner 2009 erhielt www.linz.at die Silberne Biene. Michael zeigte die Anforderungen und Lösungen die der Umbau einer mehrere tausend Webseiten und Zusatzapplikationen umfassenden Website bedeutet.
Michael Stenitzer und Manuela Vergud gaben uns einen Einblick in wien.info – Wiens neues Tourismusportal. Auch diese Website hatte einiges an Herausforderungen. Wer mehr dazu lesen möchte findet dies in der Artikelserie Making of wien.info bei Wienfluss.
Jens Grochtdreis gab Einblick in einige Aspekte moderner Frontendentwicklung (siehe Präsentation von Jens auf Slideshare). Besonders prägnant war die Aussage “Eine Website hat keine Falz”
Denn noch immer glauben Webdesigner oder Auftraggeber die Printwelt 1:1 in das Web übertragen zu können.
“Thomas Caspers” hatte mit Die Heisenberg´sche Unschärferelation oder was Webdesign mit Quantenphysik zu tun hat wohl den längsten Titel des A-TAG 09. Trotz provokativer Texte blieb mir adhoc nicht viel hängen. Aber manches muss man nochmals lesen, hören…
Geduld und Ungeduld
Christian Heilmann fragte sich Panta rhei – das Netz ändert sich, warum nicht wir. Christian hielt meiner Meinung nach die Keynote, die aber am Schluss der Veranstaltung stand (nun, auch einmal eine interessante Idee
. Den Text, die Präsentation und der Vortrag als Audiodatei findet sich in Christian Heilmanns Blogartikel.
Aber Christians Worte fanden nicht nur positiven Widerhall. Christiane Link antwortete in ihrem Artikel Barrierefreiheit, Geduld und Zwang, dass sie nicht auf positiv gestimmte Entwickler warten möchte.
Zur Geduld schreibt sie:
Mit Geduld bringt man keinen amerikanischen Supermarktkonzern dazu, seine Webseite barrierefrei zu machen. ... Mit Geduld hätte ich mein Studium heute noch nicht beendet, weil kein Raum verlegt worden wäre.
Es klingt vielleicht feig, aber ich muss beiden Recht geben. Nicht immer und überall kann ich darauf warten, dass jede und jeder überzeugt ist, sich mit Engagement für etwas einsetzt. Dazu gibt es auch viel zu viele Ausreden von denen, die sich nicht bewegen wollen.
Aber Christians Vortrag habe ich dennoch inspirierend gefunden. Einerseits zeigte er viele interessante Beispiele und technische Ansätze auf. Andererseits muss ich ihm in einem Punkt Recht geben. Nämlich, dass wir immer wieder eine “Nörgel-Gesellschaft” sind. Hat jemand eine Idee, dann suchen wir den wunden Punkt, legen den Finger darauf und erklären die Idee und das Projekt für gescheitert. Es geht nicht darum die zu schonen, die nicht bereit sind sich zu ändern. Es geht darum die zu bestärken, die den ersten holprigen Schritt gemacht haben – soferne er in die richtige Richtung geht. Die Idee dahinter bejahen und da und dort Hinweise, Anregungen geben, was man noch verbessern kann.
Chill Out
Fast schon traditionell gab es nach den Präsentationen auch noch die Möglichkeit bei Musik und Getränken miteinander ins Gespräch zu kommen. Fragen stellen, Meinungen austauschen und eventuell sogar neue Projekte starten. Dabei entstanden auch bei mir erste Ideensplitter, die ich aber noch ein wenig reifen lassen möchte.
Was mich – abseits des Themas der Tagung – faszinierte war, dass mich etliche Leute auf den Photowalk Vienna – Take 2 ansprachen ![]()
Tweets, Fotos und Co.
Dieses Jahr (im Vergleich zu 2008) wurde auch fleissig über Twitter die Veranstaltung von den Anwesenden und Abwesenden begleitet. Derzeit ist über den Hashtag #atag09 noch einiges in der Twittersuche zu finden. Twitter hat sich bewährt, da so einige Abwesende fast live Inhalte mitverfolgen konnten, Hinweise auf Präsentationen bekamen etc. Außerdem wurden gleich ergänzende Links getwittert. Ich nehme mit, dass man Tweets im Anschluss noch besser dokumentieren und auswerten sollte.
Wer in Flickr nach atag09 sucht findet 270 Fotos. Die in der Wiener Webszene bekannte Karola Riegler hat den ATAG 09 als Fotografin begleitet. Ihre Fotos finden sich in Karolas Album zum A-TAG 09.
Schlusssatz
Es war ein anregender Tag mit vielen Gesprächen, somit Ideenbringer und Motivation Neues zu entwickeln.
2 Kommentare
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Robert, ich hab auch ein bisschen darüber geschrieben:
Rückblick: A-Tag 2009 in Wien oder Panta rhei und dann sind wir tot





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