Palm Z22
![]()
Es mußte ja wohl so kommen – ein neues Spielzeug ist in meinen Händen. Hatte ich vor kurzem noch geglaubt mit dem Nokia N70 und seinen Adress- und Terminverwaltungsmöglichkeiten auszukommen musste ich mich im Laufe der Zeit eines besseren belehren lassen.
Nicht das das N70 und somit auch das Series60 Betriebssystem nicht leistungsfähig wären. Aber zumindest für mich gibt es ein paar Haken. So sind längere Einträge im Adressbuch (z.B. Firmennamen) nur schwer einsichtig. Ohne Drittsoftware kann man nur beschränkt in einer umfangreichen Adresssammlung suchen und der Screen ist meiner Meinung nach auch nicht gut genutzt. Schwieriger wurde es aber mit dem Kalender des N70. Ich konnte keinen Überblick bewahren und die Eingabe von längeren Termineinträgen (mit vielen für T9 unbekannten Wörtern) ist auch nicht gerade lustig.
So, dies mal als Einleitung…
Ich habe mich nunmehr auf die Suche nach einem PDA gemacht, der Termine und Adressen gut verwalten, mir hin und wieder ein eBook darstellen kann, klein ist und nicht zu viel kostet. So bin ich beim Palm Z22 gelandet. Mit 99 Euro (es geht sicherlich noch günstiger) gehört das Z22 wohl zu den billigsten Geräten, die auch den Namen PDA verdienen. Ich will mich hier nicht über jedes Detail auslassen, eine gut Review bietet z.B. Nexave, die Produktmerkmale gibt es es PalmOne selbst inklusive einer Übersicht über alle Tasten und anderer Navigationselemente.
Ich hatte ja schon einmal einen PDA mit PalmOS, den Tungsten T3. Natürlich ist das Z22 nicht damit vergleichbar. So sind am 160×160 Pixel Display im wahrsten Wort die Pixel bei Buchstaben zu sehen. Aber alles ist lesbar und bietet trotzdem mehr Platz als z.B. auf meinem N70.
Bedeutsam war mir natürlich die Möglichkeit des Datenaustausches (und damit insbesondere des syncen) mit meinem Mac mini. Mit Missing Sync (dazu folgt ein eigener Beitrag) geht dies recht gut.
Wie ein Freund bemerkte “Das sieht ja aus wie ein Spielzeug”. Tut es wirklich. Klein und weiß wirkt es ein bisschen wie ein Handheldspiel (kennt noch wer Tric-O-Tronic?) vom Spielzeuggeschäft nebenan. Andererseits ist das Ding so leicht (96 Gramm), dass ich es fast in meiner Hemdbrusttasche vergessen hätte. Nicht so “edel” wie ein iPod wirkt es aber andererseits auch ein bisschen wie ein iPalm ;-) – vorne weiß und hinten grün-bläulich durchscheinend. Fast so wie einer der früheren iMac´s mit Röhrenmonitor. Und klein ist das Gerät auch: 10,3 × 6,8 × 1,5 cm. Das fällt (bzw. trägt) nicht auf und passt neben dem N70 als “Zweitgerät” überall hinein. Außerdem kann man es fast überall liegenlassen, da es nicht wirklich nach HiTech aussieht und daher “Interesse” erweckt (naja, ausprobieren möchte ich es nicht).
Natürlich sind alle klassischen PalmOS Anwendungen wie Kalender, Adressbuch, Merkzettel, Notizblock und Taschenrechner in der aktuellsten Version (PalmOS 5.2.1) vorhanden. PalmOne liefert auf CD noch ein paar weitere nicht unpraktische Programme wie den eReader, Splashshopper und MobileDB (eben eine kleine Datenbankapplikation) mit.
Zur Verbindung mit der Außenwelt sind am Z22 eine Infrarotschnittstelle und eine Mini-USB-Bus vorhanden. Mittels zweiteren haben findige Tüftler auch schon den Palm zu einen Art USB-Stick umgewandelt. Bei 22 MB verfügbaren Speicher gibt es sicherlich billigere Alternativen. Der Speicher klingt recht klein. Aber einerseits sind PalmOS Applikationen von Haus aus nicht groß und andererseits ist das Z22 nicht als Multimediagerät gedacht. MP3s oder ähnliches lassen sich nicht abspielen, allein ein kleiner Lautsprecher im Gerät kann Warntöne und andere Geräusche von sich geben. Eine Fotoverwaltung ist zwar vorhanden, aber wie geschrieben sind 160×160 Pixel Auflösung nicht das richtige für ein Fotalbum.
Um die Rundumsicht abzuschliessen. Auf der Frontseite finden sich ein kleiner Button um das Gerät ein- und auszuschalten (Apropos: Der nichtflüchtige Speicher hält die Daten und Programme auch bei leeren Akku). Ein 5-Wege-Button (links, rechts, rauf, runter und drücken) erlaubt die Steuerung in den Applikationen. Links und rechts davon findet sich jeweils eine Taste, die den Kalender bzw. das Adressbuch startet. Diese beiden Tasten lassen sich auch mit anderen Applikationen belegen.
Im Gerät steckt (fest genug um in keiner Lage herauszufallen) ein Plastikstift. Mittels dessen lassen sich Applikationen bedienen bzw. am Graffiti2-Feld (unterhalb des Screens) schreiben. Wer es noch nicht probiert hat: Ein paar Minuten Übung und schon kann man problemlos und einfachst Texte schreiben. Das Feld bietet auch einige weitere “Soft-Tasten” mittels derer man Menüs aufrufen, Applikationen starten und auch den Synchronisierungsvorgang initiieren kann – dies sieht man aber sehr gut bei PalmOne selbst.
Nunmehr habe ich endlich wieder eine Übersicht über Termine und kann auch umfangreichere Adressen gut auffinden. Einzig schade finde ich ein bisschen, dass ich keinen Kontakt zwischen Z22 und N70 aufnehmen kann, da das eine kein Bluetooth und das andere keine IrDA Schnittstelle hat. So ist mir surfen mittels Mobiltelefon über den PDA widersagt – man kann wohl nicht alles haben, noch dazu um diesen Preis.
Aber auf der anderen Seite ist das Z22 durchaus ausbaubar – nämlich softwaremäßig. So erhält auch mein Z22 noch ein eWallet für Web-Passwörter und ähnliches. Und eBooks – wie geschrieben – lassen trotz kleinerer Auflösung auf dem doch größeren Display angenehmer lesen als am N70.
Fazit nach einer Woche Besitz: Das Palm Z22 tut was es soll und trägt dabei nicht auf :-)
1 Trackback
Trackback-URL für diesen Eintrag
Nur ein Blog am 18.03.2007: PIM auf dem Nokia N70












17 Kommentare
Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt
#1 - Alex am 08.09.2006 um 17:37:
welcome back ;)
Gut geschriebener Beitrag (ein paar Absätze wären nicht schlecht fg). Ich habe deinen Artikel gleich auf meiner Homepage verlinkt.
lg
Alex
#1.1 - Robert Lender am 08.09.2006 um 19:10:
Die “Nicht”-Absätze hat der WYSIWYG-Editor von Serendipity (bzw. ist das ein nur eingebundener Editor) erzeugt. Ich mache mich gleich daran, dass ganze ein bisschen zu verschönern…
#2 - Extremniki am 31.08.2007 um 12:16:
#2.1 - Alex am 31.08.2007 um 12:36:
Mir würde er auch nicht mehr reichen (unter 8GB Speicher braucht ein Gerät gar nicht erst kommen fg)
#2.1.1 - Robert Lender am 31.08.2007 um 18:44:
Daher hat es schon seinen Sinn, dass es auch unterschiedliche Geräte im Portefeuille eines Herstellers gibt.
#2.2 - Jara am 03.10.2007 um 23:10:
#2.2.1 - Robert Lender am 03.10.2007 um 23:15:
#3 - Jara am 03.10.2007 um 23:28:
#4 - beat Schindler am 04.12.2007 um 11:04:
Habe eben Beitrag zu Palm z22 gelesen, ich habe das Gerätchen nun seit 1 1/2 Jahren und bin sehr zufrieden – für den Preis verlange ich nicht MEHR.
ABER ... nach 1 1/2 Jahren wirds langsam eng im Speicher!
FRAGE !!!!! Wie lösche ich z.B. alle Daten aus 2006 ?
Muss ich da etwa jeden Eintrag einzeln löschen? Um Gotte Willen bitte nicht !!
HELP ME PLEASE
Gruss Beat
#4.1 - Robert Lender am 04.12.2007 um 22:34:
#5 - Reinhard am 25.01.2008 um 18:01:
Habe schon meinen zweiten Palm Z 22. Bin eigentlich sehr zufrieden, er reicht auch für meinen Bedarf.
Jetzt hat er nach knapp einem Jahr seinen Geist aufgegeben, d.h. er lässt sich nicht mehr starten. Akku war noch halb voll. Auch mit Ladegerät (selbst nach längerem Ladevorgang)gibt es keinen Zugang. Hat mir jemand einen hilfreichen Tipp?
Danke
Reinhard
#5.1 - Alex am 26.01.2008 um 00:07:
Du könntest auch mal hier nachfragen: www.nexave.de/forum
#5.1.1 - Reinhard am 26.01.2008 um 10:21:
Viele Grüße
Reinhard
#6 - sagos am 10.08.2008 um 21:35:
#6.1 - Robert Lender am 10.08.2008 um 21:46:
Bei TomTom selbst finde ich bei den unterstützten Geräten keinen Palm Z22
#7 - sagos am 10.08.2008 um 22:55:
#8 - Gabriel am 15.01.2009 um 07:56:
kennt jemand von euch ein kleines RSS Feedreader Programm für den Z22? Den ich morgens mit den neusten Nachrichten Füttern kann und die dann in der Bahn lesen? Nutze hier aktuell WinXp, bzw Ubuntu Linux!
Vielen Dank
lg
Gabriel