Das Wikipedia-Phänomen

Herbert schreibt über das Wikipedia-Phänomen. Nun, eigentlich schreibt er darüber, dass es ihm auffällt, dass Akademiker in Fachvorträgen über die Qualität von Wikipedia herziehen, aber viele sich nicht bemüßigt fühlen, das einfach zu ändern. Sie müssten doch nur die jeweiligen Fachartikel ausbessern, verbessern oder sogar selbst welche anlegen.
Vielleicht liegt es aber auch daran, dass danach natürlich wiederum jedwedeR einen solchen Beitrag ändern kann. Eine Textentwicklung ist in Wikipedia nicht nur in Richtung Qualitätsverbesserung möglich. Nicht jedeR mag damit leben, dass sein/ihr Text einfach so verändert oder "verschlimmbessert" werden kann.
Wie auch immer, ich bin nächste Woche wieder auf Fortbildung und habe mir dabei auch vorgenommen - zusammen mit Akademikern (damit das hierher passt ;-) - meinen ersten Beitrag für Wikipedia (mit) zu verfassen. Wenn es soweit ist, lasse ich es euch wissen...
Am Schluss noch ein positives Gegenbeispiel der Universität Wien, bei der StudentInnen Wikipedia Beiträge erstellen und diese als Leistungsnachweise anerkannt werden. Vielleicht lässt sich ja eine Liste von interessanten Gegenbeispielen zu Herberts Erfahrungen erstellen. Nicht, dass dies es aufwiegen würde. Aber positive Impulse können weitere anregen - hoffe ich zumindest...

2 Kommentare

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JohannesIch glaube, die Partizipation der Akademiker in der Wikipedia wird unterschätzt. In meinem Fachgebiet (Mathematik) gibt es viele Wikipedia-Artikel, die einfach nicht von jemandem geschrieben worden sein können, der das Gebiet nicht studiert hat. Dementsprechend ist der Standard ziemlich hoch (allerdings oft nicht so hoch wie bei anderen Enzyplopädien: Mathworld bzw. PlanetMath)

Dennoch ist es nicht Zweck der Wikipedia, als Referenz für wissenschaftliche Artikel zu dienen - jeder, der bei wissenschaftlichen Arbeiten auf die Wikipedia zurückgreift kann und darf als unseriös bezeichnet werden (es sei denn, natürlich, die Arbeit handelt von etwas, wo die Wikipedia als Gesamtes eine Rolle spielt)
#1JohannesHomepage • am 20.10.2006 20:58Antwort
Robert LenderDu hast schon recht. Es widerspräche dem Ansatz von Wikipedia wenn man ein gewisses Ausbildungsniveau bräuchte um einen Artikel zu bearbeiten.

Wikipedia als Startquelle für weitere Recherchen verwende ich jedoch gerne. Wobei ich jedoch die Kommentarseite oft viel interessanter finde, da sich dort Links und auch Hinweise finden, die im Textteil nicht hineinpassen, gelöscht wurden etc.

Die Frage ist natürlich auch: Wer ist die Zielgruppe von Wikipedia? Beispiel: Ich hörte ich in der Straßenbahn zwei Jugendliche über einen Wikipediaeintrag reden (es ging um Musikgruppen). Ich glaube kaum, dass sie als Verweis auch ein "normales" Lexikon genannt hätten...

Wikipedia ist ein spannendes Projekt, an dem man sicherlich noch viel feilen muss. Und was auch fehlt ist die Aufklärung bei vielen Internetusern, wie Wikipedia überhaupt funktioniert. Damit wären wir wieder bei der Medienpädagogik ;-)
#1.1Robert LenderHomepage • am 20.10.2006 21:11Antwort

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