Kurz erklärt: Ich kann mittels Mobiltelefon/PDA/etc. eine E-Mail an eine (von mir definierte) E-Mailadresse schicken. Serendipity holt von der Mailbox diese Mail ab und erstellt daraus einen Blogeintrag. Dies kann man z.B. dazu verwenden um mit einem Foto-Handy gleich nach der Aufnahme das jeweilige Bild (mit Zusatztext) im eigenen Blog zu veröffentlichen. Damit sind Live-Reportagen, Urlaubsberichte und vieles mehr möglich.
Nachfolgendes ist keine vollständige Anleitung sondern listet nur ein paar Punkte auf, bei denen ich etwas Arbeit hatte. Viele Felder sind auch selbsterklärend.
Als erstes wird das Plugin “POPfetcher” installiert. Bevor man dann loslegen kann geht es an die Einstellungen:
Plugin Methode: “Intern” bedeutet das man mittels klick auf einen Link in der Verwaltungsoberfläche die Mails abholen kann. Bei “Extern” wird eine POP3 Mailbox abgefragt. Damit das funktioniert muss jedoch ein spezieller Link aufgerufen werden. Diese spezifiert sich folgendermassen “http://urldesblog/plugin/codewort”. Der letzte Teil des Link also das “codewort” ist der Begriff, den man unter “Name für den externen Aufruf” angibt. Um nun nicht jedesmal “per Hand” den Link aufrufen zu müssen ist es vorteilhaft, dies durch einen
Cronjob (zeitgesteuerter automatischer Aufruf einer
URL) erledigen zu lassen. Bietet der eigene Hostingprovider solche Cronjobs nicht an, dann kann man sich z.B. kostenlos bei
Cronjob.de registrieren. Dieser Anbieter ruft dann regelmäßig (Zeit einstellbar) die “externe Aufruf”
URL auf. Dabei wird dann der E-Mail Account abgefragt und wenn eine passende E-Mail vorliegt ein Serendipity Eintrag erstellt. Achtung: Wer keine verkürzte
URL hat, für den/die lautet die
URL für den Aufruf “http://urldesblog/index.php?/plugin/codewort”
Mail Server, POP3 User, Passwort: Das sind einfach die Zugangsdaten zur Mailbox.
E-Mail Absender: Hier kann man spezifizieren, dass nur E-Mails von einem bestimmten Absender als Beiträge für das Blog akzeptiert werden. Ich würde das empfehlen. Denn sobald jemand die E-Mailadresse “erraten” hat, an die man sein Blogbeiträge schickt, könnte diese Person allein mit E-Mails Beiträge in deinem Blog veröffentlichen!!! Achtung: Die Eingabe des E-Mailabsenders ist ein bisschen kompliziert. Hier reicht nicht allein die E-Mail-Adresse. Es ist der exakte FROM-String anzugeben. Was heißt das? Schicke dir eine E-Mail (von der Adresse von der du den POPfetcher nutzen willst) an eine E-Mail Adresse. Schau dir dann dort das “Von”-Feld deiner E-Mail an. Dort könnte z.B. stehen:
Max Mustermann <max@mustermann.at>
Das wäre der gesamte korrekte FROM-String der dann in das E-Mail Absender Feld einzufüllen ist. Auch dies ist eine Schutzmaßnahmen, damit nicht jemand allein mit einer “gefakten” Mailadresse einen Eintrag in deinem Blog veröffentlichen kann.
Die restlichen Felder sollten eigentlich selbsterklärend sein. Damit steht den ersten eigenen Versuchen nichts mehr im Wege. Also, Mobiltelefon zur Hand nehmen und die E-Mailfunktion aufrufen. Gewählte Mailadresse für die Moblogging-Beiträge eintippen (oder aus den Kontakten aufrufen), der Betreff der E-Mail ist gleichzeitig auch der Titel des Beitrags im Blog. Dann noch Text eintippen und ev. noch ein oder mehrere Attachments dranhängen. Sofern man einen Cronjob die Arbeit des Aufrufens der POPfetcher Funktion erledigen lässt muss man nach absenden noch abwarten bis dieser seinen nächsten “Job” erledigt – und dann sollte der Beitrag über eine Mobilverbindung im Blog stehen.
Kleiner “Tipp” am Rande: Je nach Mobilfunktarif kann das versenden von Mails ganz schön ins Geld gehen. Daher insbesondere beim mitversenden von Attachments auf die Größe achten.
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