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Fingerspitzengefühl

Wenn man etwas kommentieren will. Dann muss man vorher abwägen

  • ob die Meldung echt ist
  • ob die Person, die sie gepostet hat keinen problematischen Background hat
  • ob das beigefügte Foto im richtigen Kontext dargestellt wird
  • in welchem Umfeld man kommentiert
  • ob man Ironie oder Satire erkennen könnte und man es falsch interpretiert
  • wie sehr eigene Ironie verstanden würde

Während man all das überlegt vergeht den Fingerspitzen das Interesse die Tastatur zu berühren. Und manchmal ist das auch gut so.


Dieser Artikel erscheint im Rahmen des Projekt .txt zum Wort Fingerspitzengefühl.

Die Vorstellrunde bei Barcamps

Die Organisatoren des Barcamp Koblenz schreiben warum bei einem Barcamp sich alle vorstellen müssen.

Ich wurde schon öfters gefragt ob das bei mehr als 100 TeilnehmerInnen noch Sinn macht. Ich sage ja, unter bestimmten Voraussetzungen.

Wenn die “Moderation” es gut erklärt und einführt, dann geht es relativ flott dahin. Vorname (vielleicht Firmenname dazu) und drei Tags, also Stichwörter zu einem selbst. Nicht mehr.

Mir hilft das immer wieder um so Menschen zu identifizieren, die ein Thema als Schwerpunkt (Tag) nennen, das mich besonders interessiert. Dann gehe ich in der Pause auf sie zu. Hin und wieder haben wir so auch in der Sessionplanung schon zueinander gefunden.

Und manchmal fällt mir jemand auf, den ich bisher nur online kannte. Daher – in Abwandlung des obigen: Eure Twittername kann schon mal helfen, euch zu identifizieren :)

Was mich – nennt mich altbacken – etwas stört, sind diejenigen, die meinen besonders lustig oder kreativ mit Tags zu sein. Hin und wieder ist es schon witzig, wenn als einer der drei Tags “IchhattenochkeinenKaffee” oder ähnliches genannt wird. Andererseits vergibt man sich die Chance, dass andere Teilgebende des Barcamps sich direkt mit einem Tag angesprochen fühlen. Man vergibt sich somit auch die Chance jemanden kennenzulernen, der einem bei den eigenen Themen einen Impuls geben kann.

Also: Seid ruhig kreativ aber wählt eure drei Tags mit bedacht. Und überlegt sie ruhig schon ein paar Minuten vor der Vorstellungsrunde.

Sie haben doch etwas zu verbergen

Wer sein Smartphone am Zoll nicht freischalten will
Der hat doch etwas zu verbergen

Wer die Sprachaufzeichnungen seines Heimassistenten nicht freigeben will
Der hat doch etwas zu verbergen

Wer gegen Vorratsdatenspeicherung ist
Der hat doch etwas zu verbergen

Wer seine Wohnungstür verschließt
ein Sicherheitsschloss installiert
Ist ein rechtschaffener Bürger

Spirit of Barcamp?

Beim letzten Mediencamp gab es

  • 20 freie Slots für Sessions
  • 24 Vorschläge für Sessions
  • Rund 150 TeilnehmerInnen

Ich hielt und halte das für ein krasses Missverhältnis. Noch dazu haben sich viele in der Vorstellungsrunde als Kreative, etc. vorgestellt … und dann kam (fast) nichts.

Nun, mancheR traut sich beim ersten mal nicht, manchmal hat man einen schlechten Tag. Aber wer als Neuling solch ein Barcamp erlebt, der/die erlebt nicht welche kreative Energie, welchen Schwung, welche Begeisterung Barcamp darstellen kann. Der/die erlebt somit nicht, wofür Barcamp eigentlich steht und warum es eine “Unkonferenz” ist.

Ich habe damals ein paar Gedanken niedergeschrieben und vertwittert, die ich jetzt auch in mein Blog zum weiterdenken stelle:

"Spirit of Barcamp?" vollständig lesen

Das WC im Abstellraum

Und wieder mal war ich in einem ganz netten Veranstaltungsraum. Man kann darüber immer diskutieren, aber der/die Architektin hat sich etwas überlegt.

Denkt man, bis man den Weg zum WC antritt. Natürlich muss man dazu in den Keller. Dann einen Gang entlang, der wirkt, als wenn hier nur Abstellräume vorhanden wären – was zum Großteil auch so stimmt. Und dann die Tür zur Erleichterung.

Einkaufszentren, Flughäfen. Toll designt, mehr oder minder gut durchdacht. Aber die WC-Anlagen wirken als hätte man sie vergessen, erst nachträglich eingebaut und dann auch noch verstecken wollen. Extra hat man in die Tiefe gegraben um Pissoirs und Klomuscheln dort zu plazieren.

JedeR von uns muss dorthin. Das ist genauso menschlich wie die Essensaufnahme. Gestaltet mir doch den Weg dorthin genauso nett, wie den Rest. Lasst mich nicht lange Gänge im halbdunkeln gehen (noch dazu wenn die Blase drückt).

Wollte ich nur mal loswerden (… war das jetzt ein Wortspiel?).

tweetbackcheck