Twitterwelle 2.0
Vor rund einer Stunde tauchten auf einmal in Twitter (also bei den Leuten denen ich folge) Meldungen wie
Deine Eltern haben schnelleres Internet als du. #Beleidigung2.0
(Quelle) auf.
Luca brachte dann mit seinem Hinweis Licht ins Dunkel bzw. den Hinweis auf den Beginn dieser Twitterwelle. Die ganze Ausbreitung dieser Aktion kann man jeweils aktuell in der Twittersuche mit dem Begriff #Beleidigung2.0 ersehen. Sie ist zum jetzigen Zeitpunkt erst 2 Stunden alt hat aber schon über 600 Beiträge von unzähligen TwitterInnen.
Sinn. Wohl keiner. Außer das man gemeinsam unter dem Titel “Beleidigung2.0” Sprüche findet wie man Web 2.0 affine Menschen webmäßig beleidigen kann. Also wer mitmachen will… Mich hat das natürlich gereizt und
ich freue mich über follower #freundlichkeit2.0
zu posten. Aber daraus mache ich mal keine Aktion.
Sprichst du Twitter?
Nachdem ich Twitter nun doch schon einige Zeit nutze ist mir eine Kleinigkeit aufgefallen.
140 Zeichen für eine Nachricht sind nicht viel oder auch nicht. Man muss seine Gedanken raffen, prägnante Aussagen treffen, soferne man etwas zu sagen hat. Interessant ist für mich der Umgang mit den Hashtags. An sich sind sie dafür gedacht um einen Beitrag zu taggen um dann z.B. über hashtags.org alle Tweets (das sind die einzelnen Nachrichten über Twitter) zu einem Tag aufzufinden.
Aber wer sucht wirklich nach Hashtags? Nun gut. Für Events wie das BarCamp Wien vor ein paar Tagen ist ein Hashtag “bcv08” praktisch und wird auch für Sammelseiten wie “http://bcvienna.wissenbelastet.com/” genutzt. Aber ich merke, das viele Hashtags als Ausdrucksmittel verwenden. Beispiele gefällig:
- wollte noch bloggen aber @helmi lässt mich nicht
#skype - ja, fuer mich auch, war seither nur einmal am traunsee #sehnsucht
- Meine sozialpädagogische Mutter ist sehr um meine Zukunft besorgt. Bankenkrise und so. Und Informatiker … #MutterWillDieFestanstellung
- Der neue Sascha Lobo war heute in der Post – damit kann der Tag ja praktisch nur mehr gut werden
#proktastination
Es gibt noch bessere Beispiele, aber ich finde sie in der Flut meiner Tweets nicht. Vielleicht merkt es jemand doch: der Hashtag erlaubt es
- eine Aussage noch zu verstärken
- eine Aussage auf den Punkt zu bringen
- etwas in einem Wort zu erläutern
und manchmal fast die Richtung der vorigen Worte noch umzukehren. Der Hashtag hat damit seine technische Bedeutung (als Sammelinstrument für Tweets) durchaus verloren (oder eine Bedeutung hinzugewonnen) und dient nun ganz anderen Zwecken.
Jetzt würde mich interessieren, ob jemand meiner LeserInnen noch andere Erfahrungen bezüglich “Twitter-Sprech” gemacht hat.
PS: Erwähnt habe ich Tweets von blogsportgruppe, kigo, japhyat und mir selbst.
A-Tag ´08 - twittern, bookmarken,...
![]()
Noch eine Ergänzung zum A-Tag ´08 – Die Zukunft ist heute.
Wer immer über den A-Tag ´08 schreibt, bloggt,… der/die kommt auch in die kleine A-Tag Bookmark Liste bei delicious – Sofern irgendjemand den Link zu dem Beitrag auch in delicious entsprechend mit “atag08” taggt. Apropos. Wer immer schreibt, bloggt,.. der/die möge doch bitte den Tag “atag08” verwenden. Das macht das auffinden viel einfacher.
Einen Twitterfeed mit neuesten Nachrichten gibt es auch.
Wer noch immer nicht weiss, was der “A-Tag” eigentlich ist, dem/der sei einfach die Website des A-Tag empfohlen.
12seconds API und Tweetdeck
Und weiter geht´s mit den Nachrichten zu 12seconds. Das 12seconds Blog meldet, dass nun für Entwickler eine API zur Verfügung steht.
Es gibt auch schon eine erste Anwendung, die die 12seconds API verwendet: TweetDeck. Tweetdeck zeigt – ähnlich Applikationen für Twitter – jeweils aktuell die neuesten 12seconds Videos an.
Apropos Twitter. Tweetdeck unterstützt auch Twitter. Interessant – daher auch der Name “Deck” – ist die Funktion mehrere Feeds nebeneinander anzuzeigen (Screenshots auf der Website). So kann man alle Tweets sehen, in einer zweiten Spalte alle Replies und in einer dritten die direkten Nachrichten an einen selbst. Das macht zwar das Fenster breiter – die Feeds aber übersichtlicher.
Tweetdeck ist noch Beta – aber sicherlich einen Blick wert. Noch dazu läuft es unter Adobe Air und ist somit für Windows und MacOS verfügbar.
Twitter und Accessibility beim Web Montag Wien
Der nächste Web Montag Wien, am 26. Mai 2008, wird thematisch interessant. Es geht um Twitter und Web Accessibility. Vorerst aber “streng” getrennt, obwohl die Twitterseite selbst ein Accessibility Problem hat.
Neben einer kurzen Schilderung über die “Einfach für Alle” Tagung, an der einige Web Montag´lerInnen teilnahmen wird uns Martin Ladstätter den BIENE Wettbewerb vorstellen. Apropos, auf seiner eigenen Website zeigt Martin, wie man Twitterfeeds dann barrierefrei(er) darstellen kann.
Max Kossatz hat einen neuen Twitterdienst miterfunden, Twitsay, den er uns ebenfalls vorstellen wird. Twitsay bietet über Telefon kurze Audioaufnahmen. Im eigenen Twitterfeed erscheint dann der Link zum Abhören der Nachricht. Witzig und sicher eine Inspiration für kreative Köpfe, was man damit so machen könnte. Walter Rafelsberger hat den Twitter“schwerpunkt” aufgenommen und wird uns über die Visualisierung von Gesprächen in Twitter berichten.
Somit gibt es wohl einige Gründe beim nächsten Web Montag Wien vorbei zu kommen.
In eigener Sache: eeePC BesitzerInnen sind von meiner Seite aus besonders eingeladen. Bringt euren “Kleinen” mit, lasst uns ein wenig Erfahrungen austauschen,… Wer einen eeePC 900 präsentieren kann, der wird von mir auf ein Getränk eingeladen ![]()


