Twitter vs. Jaiku

Abgesehen von der Accessibility Problematik bei Twitter gibt es nun auch noch interessante Entwicklungen im sogenannten Microblogging. Einer der Konkurrenten, Jaiku, wurde von Google aufgekauft. Das GoogleWatchBlog bringt daraufhin natürlich gleich ein Jaiku vs. Twitter: Eine Einführung. Via Blogpiloten habe ich dann noch den Vergleich von Microblogging Diensten gefunden.

Jetzt muss ich doch noch kurz zum Monatsthema Accessbility zurückkehren. Denn meine Paraden Kolleginnen vom MAIN_blog haben auch die Initiative ergriffen und Twitter angemailt. Inhalt war die Problematik der fehlenden Sprachauszeichnung von Beiträgen, sodass auch deutschsprachige Twitterfeeds immer mit englischsprachiger Betonung von Screenreadern ausgegeben werden. Mit der Mail gab es auch gleich Vorschläge zur Behebung des Problems. Ich bin neugierig wie die Twitter Anbieter reagieren. Wenn, dann steht´s im MAIN_blog.

RSS Feeds in Twitter importieren

Logo: TwitterMatthias Gutjahr hat mir gestern gemailt und nachgefragt, ob ich etwas dagegen hätte, wenn Beiträge die ich in meiner Kategorie Serendipity poste über den Twitter Account S9y veröffentlicht würden. Nachdem meine Beiträge im Prinzip unter Creative Commons stehen und auf Twitter nur der jeweilige Beitragstitel und der Link zu meinem Eintrag zu finden ist hatte ich doppelt nichts dagegen.

Neugierig geworden fragt ich Matthias, wie denn das überhaupt funktioniere. So bekam ich den Hinweis (danke!) auf twitterfeed.com. Auf dieser Website kann man einen oder mehrere RSS Feeds einem Twitter Account zuordnen. Dazu muss man sich auf twitterfeed.com registrieren, dies geschieht mittels einer OpenID. Danach gehts es ans einrichten. Damit twitterfeed überhaupt RSS-Feeds zuordnen kann braucht es den Twitternamen und das Password. Das ist ev. nicht jedermans Sache – aber für heikle Dinge verwende ich Twitter nicht und benutze dort auch keine Passwörter die ich ansonsten im Gebrauch habe.

Für jeden RSS-Feed gibt es eine kleine Maske in der ich – wie geschrieben, zuerst den Twitternamen und dann das Passwort eingebe und mittels Mausklick twitterfeed auch gleich den Zugang checken lassen kann. Ebenso gibt man den einzulesenen RSS-Feed ein, der dann (je nach Auswahl) alle 30 Minuten bis 24 Stunden eingelesen werden kann. Bis maximal 5 Beiträge können dabei gleichzeitig abgeholt und in Twitter gepostet werden.

Damit ist twitterfeed noch nicht fertig. Ob nun allein der Titel, die Beschreibung des jeweiligens Beitrags oder beides gepostet werden sollen (Achtung: man hat ja nur 140 Zeichen) und ob ein Link zum Originalbeitrag gelegt werden soll ist ebenfalls einstellbar. Mittels Keywords kann man nur Beiträge einlesen, die diese auch enthalten.

Die letzte Option ist das hinzufügen eines “Prefix”. Damit kann man jedem Beitrag eines Feeds einen bestimmten Text voranstellen. Wozu das sinnvoll ist? Matthias nutzt dies z.B. um in twitter.com/s9y meine Artikel zu kennzeichnen. Diesen steht ein “@Roblen blogged [DE]” voran.

Natürlich musste ich dies gleich ausprobieren und habe twitter.com/barcampberichte eingerichtet. In twitterfeed lasse ich derzeit die Feeds von drei Tags meins del.icio.us Accounts einlesen, nämlich “barcampvienna”, “barcampkaernten”, “barcampsenzaconfini”, weitere RSS-Feeds werden folgen.

twitterfeed.com ist einfachst zu konfigurieren und bietet somit die Möglichkeit aus Twitter einen netten Nachrichtendienst bzw. RSS Feed Aggregator zu basteln – mit dem Zusatz auch “eigenhändig” geschriebene Meldung dazwischen zu posten.

Twitter - eine kurze Zwischenbilanz


Nach einigen Monaten Einsatz von Twitter möchte ich eine Zwischenbilanz ziehen. Ich bin nicht einer der jeden Tag all seine Erlebnisse per Twitter der Welt mitteilt. Im März machte ich mir erste Gedanken über die Einsatzmöglichkeiten von Twitter. Von diesen Ideen habe ich bisweilen nur eine aufgegriffen, aber diese funktioniert recht gut – nämlich das twittern über bzw. während Veranstaltungen. Als ich meinen ersten Web Montag per Twitter begleitete war die Skepsis groß (schaut in die Kommentare). Beim letzten Web Montag twitterte ich wieder und war fasziniert. Es gab sogar während der Veranstaltung eine Rückmeldung per Twitter und eine danach. Das heißt, es verfolgten wirklich Menschen meine Berichterstattung live mit!

Dafür ist Twitter ein geeignetes Medium. Die Reduzierung auf 140 Zeichen ist für mich kein Nachteil. Würde ich versuchen Live-Berichte per Blog zu verfassen käme ich immer wieder in Versuchung Sätze auszuformulieren etc. Das verträgt sich aber nicht mit der Geschwindigkeit die ein mitprotokollieren braucht und mit einer Live-Berichterstattung. Twitter zwingt einem kurz und prägnant zu sein. Dort ein kurzes Zitat, da ein Link, da ein kleiner Hinweis. So kann ich einer Präsentation selbst noch folgen und gleichzeitig berichten.

Gute Blogberichte über Veranstaltungen und Twitter-Berichte ersetzen sich nicht. Beides hat seinen Platz, seinen Reiz und seine anderen Möglichkeiten. Warum also nicht einen Live-Bericht für all die, die gerne zeitgleich dabei sein wollen und einen längeren Artikel – mit Fazit und mehr Hintergrund – in aller Ruhe danach. Interessant wäre noch eine verstärkte Interaktivität mit den LeserInnen, die Twitter im Prinzip bietet. So könnte “Follower” meines Twitter Account (man muss dazu aber selbst einen Account haben) z.B. Fragen stellen, die ich in die Veranstaltung mit hineintragen kann.

Schade finde ich bei Twitter nur, dass ich danach nicht gezielt auf den Anfang einer Twitter-Berichterstattung verlinken kann – ich lande dann nur auf einer Seite allein mit dem ersten Beitrag. Das macht das verweisen auf den jeweiligen Twitterbericht schwieriger. Und für jede Veranstaltung möchte ich auch nicht einen eigenen Twitteraccount anlegen.

Nebenbei: Auch Ed Wohlfahrt hat das Veranstaltungstwittern entdeckt. Es ersetzt nicht einen wohlfeilen Artikel. Aber zum Thema Tourismus hätte ich wohl kaum längere Beiträge gelesen. So habe ich aber zumindest ein paar winzige Eindrücke und eine Menge interessanter weiterverweisender Links.

Nebenbei Nummer 2: Wer ein bisschen nachlesen will, findet meinen Twitter Account unter http://twitter.com/roblen


Serendipity als Twitter Feed

Matthias vom N U M B Blog hat heute einen eigenen Twitter Feed für Serendipity/S9y unter der Adresse http://twitter.com/s9y eingerichtet. Ich war natürlich neugierig und habe Matthias gleich angeschrieben, was er mit dem Feed vor hat. Er sieht ihn vorerst sehr experimentell. Angekündigt werden sollen auf alle Fälle Updates von S9y und neue Plugins, vielleicht auch (für Matthias) Links zu interessanten S9y Artikeln. 

Ich bin gespannt, wie sich der Feed entwickelt, abonniert habe ich ihn schon. Apropos interessante Artikel, Matthias. So umwerfern ist dieser Artikel zwar nicht, gehörte aber doch im Feed erwähnt, oder ;-)

Twitter Sidebar Plugin in Entwicklung

Herbert arbeitet an einer ersten Version eines Twitter Sidebar Plugin für Serendipity/S9y. Den Source Code stellt er in seinem Beitrag zur Verfügung. Mithilfe ist Willkommen.
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Mo, 05.01.2009 12:26
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Sa, 03.01.2009 09:44
Markus MichelIch hatte dasselbe Problem, als ic [...]
Termine
15.01.09 - Accessibility Stammtisch (7 Tage)
31.01.09 - AfricaCamp Vienna 2009 (23 Tage)
07.02.09 - 08.02.09 - BarCamp Klagenfurt (30 Tage)
13.06.09 - 14.06.09 - BarCamp Vienna (156 Tage)
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