We create a Camp

Hinweisschild CreateCamp Wien
Am 8. und 9. Oktober 2011 ist es wieder soweit. Das zweite CreateCamp findet in Wien (im Museumsquartier) statt.

Ein CreateCamp ist eine Art Barcamp. Menschen treffen sich um an einem Wochenende ein Projekt zu entwickeln, zu initiieren, fertig zu entwickeln oder zumindest startreif zu machen. Projekt ist dabei jede Idee, die jemand im weiten Feld des Internet/Web umsetzen möchte. Und nicht nur eine Idee, mehrere Ideen sind gefragt.

Wie mein Bericht vom letzten Createcamp in Wien hoffentlich zeigt, sind es große Projekte wie Datamaps.eu oder vorerst kleine Ideen wie der @gsundtweet, die so entstehen oder entwickelt werden.

CreateCamp ist Vielfalt

Was, wer, wie unterstützt, das entsteht erst beim CreateCamp selbst. Alles ist flexibel, könnte man sagen. Ich selbst habe es als sehr konstruktiv empfunden, dass man bei einer Frage, bei einem Problem mal in die andere Gruppe geht und nachfragt. Außerdem dauern manche Projektentwicklungen oder Diskussion nur ein, zwei Stunden und dann wechselt man einfach woanders hin. Wunderbar ist, dass beim CreateCamp selbst – einfach mittendrin – dann weitere Ideen entstehen. So habe ich mit anderen ausprobiert ein Campvideo zu drehen – das nun sogar bei der Ankündigung auf der Futurezone zum Einsatz kommt.

Schwerpunkte des diesmaligen CreateCamp sind die Themen Open Data und Web Accessibility (also Barrierefreiheit im Internet). Das lässt sich gut verbinden. So sollten gerade Open Data Projekte barrierefrei sein. Und manches Accessibility Projekt greift auf Open Data, wie die Toilet Map Vienna zeigt, zu. Andere Themen sind natürlich auch Willkommen.

Wer glaubt, er/sie hätte nichts, was er/sie einbringen kann – der/die irrt!! Wenn du nicht programmieren, designen,... kannst, dann kannst du vielleicht den einen oder anderen Text schreiben, ihn korrekturlesen. Du kannst zuhören und Feedback geben oder auch betatesten. Du kannst Interviews mit den TeilnehmerInnen führen und irgendeinen anderen Beitrag für eine umfangreiche Dokumentation leisten. Du kannst … ja, du kannst vieles tun. Und du kannst einfach mal vorbeikommen und ausprobieren, wie sich CreateCamp so anfühlt…

Wer mehr als ein paar Minuten vorbeischaut, der hilft uns mit einer Eintragung im Barcamp Wiki.

Links und UnterstützerInnen

Robert Harm hat auch einen Reminder geschrieben – der Termin ist auch auf webtermine.at zu finden. Für Webtermine freut mich das CreateCamp ebenfalls, da wir dort (wenn alles gut geht) den Startschuss für einen designmäßigen Relaunch geben.

Der Verein accessible media (Ein Zusammenschlus von Web Accessibility Förderern) unterstützt das CreateCamp ebenfalls.

Und wie so oft gibt es auch noch die BesucherInnen Aktion :) Wer mich auf diesen Artikel beim CreateCamp anspricht, der/die erhält von mir einen Wunschartikel auf diesem Blog.

Ergänzung vom 2.10.: Aufgrund eines Problems mit dem Registrar ist die Domain barcamp.at nicht erreichbar. Die Barcamp Seite ist jedoch weiterhin unter barcamp.helge.at aufruf- und bearbeitbar. Außerdem gibt´s auch noch createcamp.at.

Sonnenseiten oder man muss nicht immer meckern

Kritik ist gut. Wenn man aber in allem nur das Schlechte, den Fehler, das Problem, das Unausgegorene sucht, dann wird es problematisch.

Daher beginnen die Webkrauts wieder ihre Aktion Sonnenseiten.

Die Webkrauts sind eine Gruppe von Menschen, die Webstandards im deutschsprachigen Raum populärer machen wollen. Mehr dazu in ihrem Mission Statement.

In ihrer Aktion “Sonnenseiten” heben Sie einen besonders erwähnenswerten Punkt in einem Webauftritt hervor, etwas besonders gut umgesetztes, ... Schwerpunkt liegt 2011 dabei auf die Umsetzung von HTML5 und CSS3. Den Anfang macht dabei ein Praxisbesuch beim HTML5doctor.

Sprachauszeichnung: Auch sehende Menschen verstehen dich nicht

Beim letzten Relaunch meines Blogs habe ich mich bemüht auf Barrierefreiheit zu achten. Mehr dazu bei den Artikeln zum Accessibility Projekt.

Nachlässig bin ich aber in der Frage der Sprachauszeichnung. Diese bedeutet, dass bei einem Sprachwechsel innerhalb eines Textes, dieser entsprechend ausgezeichnet werden sollte. Damit weiß ein Screenreader, dass er die Sprachausgabe in dieser Sprache, Intonation,... vornehmen muss.

Das AccessBlog wirft nun einen kritischen Blick auf Sprachauszeichnungen. Neben technischen Problemen gibt es auch andere Hindernisse (Zitat):

Das heißt, wenn die Sprachausgabe mitten im Satz auf amerikanisches Englisch, britisches Englisch oder kastilisches Spanisch umschaltet, dann macht der Zuhörer diese überraschende Änderung kognitiv wahrscheinlich gar nicht oder nur verzögert mit.

Auch die Geschwindigkeit der Sprachausgabe hat ihre Hürden in einer Fremdsprache (Zitat):

Hinzu kommt, dass viele Blinde ihre Sprachausgabe auf ein hohes Tempo eingestellt haben. Allerdings können sie oft nur ihre eigene Sprache in diesem Tempo verstehen, während sie für fremdsprachige Texte das Tempo niedriger schalten würden.

So, damit hätte ich jetzt eine gute Ausrede, warum ich so schleissig war.

Aber das Fazit kommt zum Schluss. AccessBlog weist daraufhin, dass man Anglizismen vermeiden sollte, ebenso Fremdwörter (die auch manch SehendeR nicht korrekt aussprechen kann). Wenn man diese schon einsetzt, dann mit entsprechender Erklärung. Dies komme dann allen zu Gute – sehenden wie auch sehbehinderten oder blinden Menschen. D.h. nicht einfach nur die Sprachauszeichnung “vergessen”, sondern sogar noch ein wenig mehr über seine Texte nachdenken.

Also. Texte verständlicher zu schreiben ist ein guter und wichtiger Hinweis. Daran muss ich täglich arbeiten. Ich hoffe dabei auch auf die Hilfe meiner LeserInnen. Wenn ihr etwas nicht versteht, dann schreibt mir doch bitte.

Denn wie heißt es: Es gibt keine dummen Fragen, nur dumme Blogartikel ;)

Barrierefreiheit ist ein Ziel und kein Zustand

Der Titel dieses Artikels stammt nicht von mir sondern von Jan Eric Hellbusch und Kerstin Probiesch.

Geschrieben haben sie diesen Satz in ihrem neuen gemeinsamen Buch “Barrierefreiheit verstehen und umsetzen”.

Freundlicherweise habe ich ein Gratisexemplar zum rezensieren erhalten.

"Barrierefreiheit ist ein Ziel und kein Zustand" vollständig lesen »

Nachtrag Digitalks Barrierefreiheit im Web

Gestern veröffentlichte ich meinen Beitrag Nicht überall wo Barrierefreiheit draufsteht ist auch Barrierefreiheit drin zu den letzten Digitalks “Barrierefreiheit im Web”.

Nunmehr gibt es einiges mehr zum nachlesen bzw. zum ansehen und -hören.

"Nachtrag Digitalks Barrierefreiheit im Web" vollständig lesen »

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