Nur ein Blog Accessibility Projekt - Teil 4
Mit dem vorigen Artikel habe ich mich auf eine neues Terrain begeben, nämlich das Verfassen meiner Artikel ohne WYSIWYG Editor. Serendipity/S9y bietet mir dazu aber zumindest eine Hilfestellung. Mit dem Plugin “Sonderzeichen/Erweiterte Buttons für Non-WYSIWYG” kann ich mir die Buttonleiste um eigene Tags/Aktionen und Sonderzeichen erweitern.
In einer späteren Folge werde ich mich mit den Erweiterungsmöglichkeiten dieses Plugins näher beschäftigen. Vorerst bin ich froh, wenn ich mich an die neue “Darstellungsweise” meiner Texte gewöhne. Es ist doch ein Unterschied Bilder, Links und Formatierungen im Text immer vor sich zu sehen oder nur wenn man auf “Vorschau” klickt.
Zwei Vorteile sehe ich schon jetzt. Früher (nun, gestern) habe ich schon mitten im Schreiben mit den Formatierungen begonnen, was meinen Schreibfluss im Endeffekt oft gebremst hat. Beim vorigen Artikel habe ich mich zuerst mit dem Inhalt und erst danach mit seinem Aussehen (wie z.B. Linksetzung) beschäftigt. Der zweite Vorteil ist, dass ich schon jetzt merke, dass Absätze bzw. Zeilen nicht unbeabsichtigt verrutschen, das Erscheinungsbild des Artikels daher – meiner Meinung nach – etwas besser geworden ist. Denn nun ist ein Absatz ein Absatz und ein Zeilenumbruch ein Zeilenumbruch :-) Wenn ich es mir recht überlege gibt es noch einen weiteren Vorteil (sobald ich mir daran gewöhnt habe). Denn ich bin nun gezwungen die Vorschau für eine WYSIWYG Ansicht zu verwenden. Diese gibt den Text viel näher am Endergebnis aus als jeder WYSIWYG Editor.
Ihr seid herzlich eingeladen euch den Quelltext meiner nunmehrigen Artikel anzusehen und mich auf Fehler oder Probleme hinzuweisen. Davon kann ich und ev. andere, die das kleine Projekt lesen begleiten, nur lernen.
Nur ein Blog Accessibility Projekt - Teil 3
Nach der Implementierung des neuen Templates und der Vorstellung in Nur ein Blog Accessibility Projekt – Teil 2 gab es einige Reaktionen. Eric kommentiert direkt zum Beitrag und ich bekam auch Mails von anderen Personen. Daher möchte ich – ganz im Sinne dieses Projekts – euch meine Gedanken dazu darstellen.
Das “Nur ein Blog Accessibility Projekt” ist der Versuch mein Blog barriereärmer zu machen. Im Rahmen der Blog Parade werden gerade diese Begrifflichkeiten wie barrierearm, barrierefrei, zugänglich,... diskutiert. Erstes Anliegen war die gröbsten Probleme auszubessern und sich dann Schritt für Schritt weiterzuarbeiten. So können vielleicht auch andere davon lernen bzw. sich etwas für ihr Blog abschauen und andere merken, dass manche Hürde relativ leicht zu beseitigen ist.
Weiters war (und ist!) der Gedanke die Erfahrungen dabei in die Weiterentwicklung von Templates von Serendipity rückfliessen zu lasssen. Somit sollten mittel- und längerfristig auch andere Serendipity NutzerInnen (ohne CSS-Kenntnisse etc.) die Möglichkeit haben ein barrierearmes Template auf ihrem Blog zu installieren.
Das im jetzigen Template noch einige Probleme zu finden sind hatte ich erwartet. Aber ich (und auch Matthias) haben den Schritt der Veröffentlichung bewusst gewählt. Hier soll ein “work in progress” dargestellt werden und somit auch die Diskussion über Sinn und Unsinn mancher Features, über die noch bessere Implementierung mancher Funktion, etc. angeregt werden. Wie man sieht hat es das auch. Noch dazu sind Matthias und ich keine Accessibility ExpertInnen und brauchen daher das Feedback von außen doppelt.
In E-Mails habe ich dann noch andere Meinungen zu einzelnen Änderungen erhalten. Siehe da, sie widersprechen sich in ein paar Punkten. Das finde ich nicht ungewöhnlich. Auch die Accessibility ist keine absolut exakte Wissenschaft. So haben z.B. – wie ich schon feststellen konnte – Menschen die mit Screen Reader arbeiten auch unterschiedliche Surfverhalten. Die Lösung die der/die eine für praktisch hält, ist für den/die andere nicht ganz das seine/ihre, so wie andere diskutieren ob bei Blogs die Seitenleiste auch auf der rechten Seite angebracht werden soll.
Natürlich gibt es Standards, die einzuhalten sind. Das andere obliegt – wie ich den Eindruck habe – durchaus der Diskussion. Daher freue ich mich über die bisherigen Rückmeldungen. Wenn es klappt bekomme ich dazu in Bälde eventuell einen Gastbeitrag mit weiteren Vorschlägen zu Änderungen im Template, die wir diskutieren können.
Das “Nur ein Blog Accessibility Projekt” wird jetzt insoweit inne halten, als das wir die weiteren Arbeit am Template vorerst nicht fortsetzen. Ich möchte zuerst versuchen die Rückmeldungen zu bündeln, wie geschrieben zu diskutieren und andere Meinungen einzuholen. Damit schaffen wir zu manchen Fragen vielleicht eine gemeinsame Lösung oder interessante Alternativen.
Mehr zu diesem Thema gibt es sicherlich in Kürze. Ansonsten geht natürlich die Accessibility Blog Parade in vollen Zügen weiter – siehe Blogparade Roll.
Nur ein Blog Accessibility Projekt - Teil 2
Matthias war wieder einmal fast schneller als meine erste Ankündigung. Seit ein paar Minuten besitzt “Nur ein Blog” ein neues Template, dass hoffentlich einige Barrieren abbaut. Einen ausführlichen Artikel zu den Änderungen bzw. den früheren Barrieren wird es im Rahmen eines Artikel zur Session “Nur ein Blog am Prüfstand” vom BarCamp Vienna geben. Das kann aber noch ein bisschen dauern, da Martin derzeit etwas im Stress ist und daher nicht gleich gegenlesen kann – und ich auch nicht gerade unterbeschäftigt bin.
Daher nur ein paar Stichworte:
- Die Suchfunktion muss nicht mehr mit der Enter Taste gestartet werden sondern hat nun auch einen Absendebutton (wichtig bei manchen Screenreadern)
- Das Headline Attribut <h1> ist nicht mehr dem Blogtitel zugeordnet sondern den Überschriften der jeweiligen Artikel. Somit sollte das Anspringen besser funktionieren.
- Die Skiplinks (Sprungmarken) für das schnelle Ansteuern wichtiger Bereiche per Screenreader sollten nunmehr funktionieren. Die vorherigen Anweisungen per CSS hatten sie nicht nur für die Browser sondern auch für manchen Screenreader auf unsichtbar gesetzt.
So gut ein Template auch ist, BloggerInnen, die in ihren Artikeln entsprechende Layoutfehler begeht (wie ich noch zur Zeit) können die ganze Barrierearmut zunichte machen. Daher werde ich spätestens am Wochenende den Schritt in Richtung HTML-Editor gehen und die WYSIWYG Oberfläche verlassen. Ich hoffe ich verrate nicht zuviel, wenn ich hier schreibe, dass Beate Firlinger (MAIN_blog) und ich planen (eventuell auch nach der Blog Parade) die Editoren unserer beiden CMS System zu vergleichen und die Ergebnisse zu verschriftlichen. Könnte recht spannend werden.
Auf alle Fälle an dieser Stelle noch einmal ein herzliches Danke an Matthias, der mit Eifer und Freude meine Bemühungen mitmacht und insbesondere auch technisch umsetzt. Ebenso einen Dank in Richtung Martin für seine bisherigen Tipps und Ratschläge.
PS: Das “Nur ein Blog Accessibility Projekt” ist ein Projekt im Rahmen der Accessibility Blog Parade.
Nur ein Blog Accessibility Projekt - Teil 1
Im Rahmen der Accessibility Blog Parade plane ich auch mein Blog etwas barrierefreier zu gestalten. Nachdem ich aufgrund eines Artikels in meinem Blog die Unterstützung von Martin Ladstätter für die Analyse erhalten hatte und wir dies auch beim BarCamp Vienna präsentieren konnten, heißt es jetzt Taten setzen.
Der erste Schritt ist ein Bericht über die Session “Nur ein Blog am Prüfstand – wir testen live die Barrierefreiheit”. Ich bin schon am tippen und werden ihn nach Abstimmung mit Martin hoffentlich in Bälde veröffentlichen können. Dieser Artikel ist dann einer der Fahrpläne zu den notwendigen Umstellungen in meinem Blog
Einige der weiteren Schritte liegen in der Hand von Matthias, der etliche Empfehlungen von Martin nun in eine neue Version meines Themes einfliessen lässt. Erste Abänderungen wie in der Suchleiste sind schon zu finden, müssen aber noch optimiert werden. Sobald die erste Teststellung “live on air” ist, werde ich euch benachrichtigen.
Der zweite Schritt ist die Abschaltung des WYSIWYG-Editors für meine Blogeinträge. Es wird ungewohnt so zu schreiben und nicht mehr sofort zu sehen, wie der Artikel aussieht. Wobei genau dies das Problem ist. So gut mancher WYSIWYG Editor ist, er versucht trotzdem eine Art Textverarbeitung nachzubauen und das kann nur zu Darstellungsverfälschungen führen. So wird mal ein Absatz eingefügt wo keiner hin soll und einiges mehr. Ich plane mit der Umstellung auch gleich eine kleine Einführung in das Plugin “Sonderzeichen/Erweiterte Buttons für Non-WYSIWYG”.
Wenn alles gut geht, kann ich euch im Laufe dieser Woche ein paar Umsetzungsschritte präsentieren.
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