Kommentar oder Spam

Ich schriebe vor längerem einen Artikel über einen Accessibility Wettbewerb und finde heute einen (noch freizugebenden) Kommentar.

Zu dem und sonem ähnlichem Wettbewerb gabs letztens nen tollen Artikel auf [gelöscht] im Blog. Also für die, die sowas interessiert, gut zu lesen!

Klingt ganz ok – über Schreibweisen kann man streiten. Im Feld “URL” ist kein Link eingetragen, also auch keine Spam? Aber schaue ich auf die im Beitrag genannte Seite, so ist von Accessibility keine Spur. Die Seite ist zumindest “halbkommerziell”.

Es ist zum ärgern. Auf was soll man denn noch alles aufpassen. Ich könnte hier recht emotional werden, tue es aber nicht, außer:

Spammer nerven!

Double Opt-In für Kommentar Benachrichtungen

Wer den Begriff “Double Opt-In” nicht kennt, der/die sei auf den Wikipiedia Eintrag Opt-In verwiesen. Dort heisst es zu “Double Opt-In”:

Beim „Double Opt-In“ genannten Opt-In-Verfahren, muss der Eintrag in die Abonnentenliste in einem zweiten Schritt bestätigt werden. Meist wird hierzu eine E-Mail-Nachricht mit Bitte um Bestätigung an die eingetragene Kontaktadresse gesendet. Handelt es sich um ein echtes, das heißt erwünschtes Opt-In, bekommt der Abonnent eine Bestätigung seiner angegebenen Kontaktdaten. Handelt es sich dagegen um einen missbräuchlich erfolgten Eintrag, kann sich der unfreiwillige Abonnement-Kandidat vor einem Eintrag in die Abonnementliste schützen, indem er auf die Bestätigungsanfrage nicht reagiert. Eine Registrierung beim „Double Opt-In“ wird erst dann wirksam, wenn sie bestätigt wird.

Nun zum Problem. Viele Blogs bieten die Möglichkeit Kommentare zu abonnieren. Schreibt man also einen Kommentar zu einem Blogbeitrag und aktiviert diese Funktion bekommt man von nun an alle weiteren Kommentare zugemailt bzw. eine Nachricht, dass ein neuer Kommentar geschrieben wurde.

So weit so gut. Jan Tißler (UPLOAD-Magazin) wurde dieses Angebot aber nun zum Verhängnis. Denn theoretisch wie praktisch kann jemand eine ganz andere E-Mail-Adresse eintippen. Wenn dann der Besitzer dieser Mailadresse weitere Benachrichtigungen bekommt ist er nicht nur überrascht sondern kann auch weitere Schritte unternehmen. Im Falle Jans gilt sein Blog als kommerziell und daher sind unverlangt zugesandte Mails quasi Spam und somit belangbar.

Eine Möglichkeit dagegen – außer die Kommentarbenachrichtung abzuschalten (was viele nun in Deutschland tun) – ist eben das oben erwähnte Double Opt-In. Nach einer Diskussion im “Serendipity Forum”:
http://board.s9y.org/viewtopic.php?t=13956 haben Grischa und Garvin schnell gehandelt, diskutiert und getestet und eine entsprechende Double Opt-In Funktion in Serendipity (Blogbeitrag von Grischa) integriert.

Nachdem die Kommentarfunktion aber kein Plugin darstellt, sondern eine Kernfunktion von S9y ist, gibt es diese erst für die kommende Version 1.4. Wer sie schon jetzt nutzen möchte, der/die gehe auf die Download Seite und hole sich die aktuelle “Nightly Version”. Dies ist der tagesaktuelle Entwicklungsstand der jeweils kommenden Version. An sich nicht für so genannte Produktivversionen gedacht sind sie aber – wie bei S9y üblich – schon sehr stabil.

Wer also dringend – insbesondere in Deutschland – die Funktion braucht: Dankt Garvin und Grischa!

Reguläre Ausdrücke zur Spambekämpfung in Serendipity

Serendipity erlaubt es in der Konfiguration der “Anti-Spam-Maßnahmen” entsprechende URLs, Namen, E-Mails oder Textbeiträge als Spam zu kennzeichnen und entsprechend zu behandeln (auf Moderation schalten, automatisch löschen).

Vorteilhaft dabei ist es auch “Reguläre Ausdrücke” einsetzen zu können. Wikipedia erklärt diesen Begriff wieder einmal.. Kurz gesagt kann ich für Wortteile Variablen einsetzen und somit eine Vielzahl von ähnlichen Wörtern mit einem regulären Ausdruck abdecken.

Einfaches Beispiel: Ich hatte Trackbackspams die als Namen mal “ma286en”, mal “ma483en”, mal “ma3234en” eintrugen (es waren sogar noch mehr). Gemeinsam ist all diesen Namen, dass sie mit “ma” beginnen, eine Zahlenfolge beinhalten und danach mit “en” enden. Jedes mal den neuen Namen zu sperren hätte nichts gebracht, da immer neue Kombinationen auftauchten und ich nur hinterher “gehinkt” wäre.

Hier kommen nun die regulären Ausdrücke ins Spiel. Als Variable für eine oder mehrere Zahlen verwendet man z.B. “[0-9]+”. Gibt man nun “ma[0-9]+en” ein erwischt man alle der oben genannten Variationen. Natürlich gibt es noch viel komplexere Möglichkeiten.

Warum ich überhaupt darüber schreibe ist, dass mir selbst diese regulären Ausdrücke nicht so geläufig sind. Daher war ich erfreut, bei Frank Helmschrott einen Hinweis auf “Reggy“ zu finden. Dieses kostenlose Programm für MacOS erlaubt das Austesten von regulären Ausdrücken anhand von eigenen Beispielstexten. Somit kann man ausprobieren, ob eine bestimmte Kombination auch wirklich all das findet was man meint.

Ein kleines, feines Programm, dass mir ab nun immer wieder hilfreich zu Seite stehen wird um Spams (hoffentlich) noch erfolgreicher abwehren zu können.

Kommentare und Trackbacks in Serendipity moderieren

Screenshot zeigt die Moderationsfunktion in S9y

Eine schon länger gewünschte Funktion hat in der Version 1.3 von Serendipity Einzug gehalten. Nunmehr lassen sich Kommentare und Trackbacks in der Verwaltungsoberfläche moderieren. Wie der Screenshot zeigt klickt man einfach auf “Moderieren” und schon ist der jeweilige Beitrag deaktiviert. Das bedeutet er wird beim jeweiligen Blogbeitrag nicht mehr angezeigt bleibt jedoch weiter in der Verwaltungsoberfläche erhalten.

Ein weiterer Klick und der Beitrag ist wieder aktiviert.

Dies bietet nunmehr mehrere Einsatzmöglichkeiten:

  • Deaktivierung von Kommentaren, bei denen man nochmals rückfragen möchte – und die danach wieder aktiviert oder gelöscht werden
  • Strafrechtliche etc. relevante Kommentare deaktivieren aber für etwaige “Beweiszwecke” aufheben.
  • Einen eigenen – ev. längeren Kommentar – mehrmals überarbeiten, bevor er dann online geht. Entspricht zwar vielleicht nicht ganz dem Blogalltag – aber wer weiß…

Auf alle Fälle eine praktische Funktion, die schon längst überfällig war und die zeigt, dass Userwünsche bei den Serendipity ernst genommen werden :-)

Mehrere E-Mail Adressen erhöhen das Einkommen

Eine kleine Fortsetzung meines “in 86 Minuten glücklich” Artikels.

Ich bin im Besitz mehrere E-Mail Adressen – für unterschiedliche Zwecke. Heute erhielt ich auf eine dieser Adressen eine E-Mail, in der man mir ein garantierter Nebenverdienst von 1.500 Euro im Monat anbot. Fast hätte ich schon zugeschlagen (bitte, der Artikel ist ironisch gemeint), da las ich gerade rechtzeitig die Mail an eine andere Mailadresse, in der man mir garantierte 2.000 Euro anbot.

Vorsichtig geworden überprüfte ich rasch die anderen Mailboxen. Siehe da, es fand sich eine Mail mit einem Angebot für 3.000 Euro.

Endlich weiß ich, wofür ich so viele Mailkonten habe ;-)

PS: Im Mailtext selbst fand sich aber immer die garantierte Einkommenssumme von 2.500 Euro.


PPS: Nachdem leider immer noch Menschen auf so etwas hereinfallen: Das ist MÜLL, im schlechtesten Fall sogar die Teilnahme an illegalen Aktivitäten. Die Hoax-Info der TU Berlin (nur zu empfehlen) warnte schon 2005 davor.

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