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Verlassen wir Twitter

Verlassen wir Twitter. Versuchen wir mit unserem Nachbarn auszukommen. Jemand von Auge zu Auge, von Gesicht zu Gesicht, die Meinung zu sagen. Nicht nach einem Satz, nach 140 Zeichen, wegzulaufen sondern zu bleiben und auf eine Antwort zu warten. Zuzuhören. Darüber nachzudenken. Verständnis zu entwickeln. Immer und Immer wieder.

Und falls wir daran scheitern klicken wir nach einem Jahr wieder auf die Twitter App. Vielleicht haben unsere Bots in der Zwischenzeit ein Möglichkeit gefunden miteinander auszukommen.


Inspiriert durch die Meldung auf t3n: Studie: Bis zu 48 Millionen Social Bots auf Twitter.

Twitter: 10.000 Zeichen könnten akzeptabel sein

Ich war – und bin es auf der einen Seite noch immer – ein heftiger Verfechter der 140 Zeichen Grenze bei Twitter. Es zwingt mich mich kurz zu fassen. Es hält die Timeline übersichtlich – schnell mal rauf und runter scrollen und quasi “Schlagzeilen” erfassen.

Die Idee, die jetzt anscheinend real werden soll, dass in Kürze 10.000 Zeichen in einem Tweet möglich sein werden hat mich eher abgeschreckt. Das macht mir mein Twitter kaputt, war meine erste Regung.

Wenn ich aber den einen oder anderen Blogbeitrag lese und nachdenke, dann könnte ich mich mit der Idee unter Umständen versöhnen.

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Twitter zwischen Ende und Neuanfang?

Zwei teilweise konträre Artikel schwappten heute in meinen Feedreader.

Auf Datenschmutz gastbeitragt Andrea Strommer Warum Twitter wirklich stirbt.

In Caschys Blog wird darüber, dass sich Twitters CEO bei Entwicklern entschuldigt hat. Twitter sei bereit für einen Reboot und wolle wieder für Offenheit stehen.

Ob das leere oder letzte verzweifelte Worte sind werden wir erleben.

Ich hoffe noch immer das Beste …

Könnte bitte jemand Twitter kaufen und was Gutes daraus machen

Twitter war mal der Dienst, der seine API (Schnittstellen) offen anbot. Auf diesen bauten tausende Dienste auf. Irgendwann war es soweit, dass Twitter auch das Geld zurückverdienen sollte, dass Investoren rein gesteckt hatten.

Man beschnitt die API, überlegt Werbung und ähnliches. Da Twitter nur Twitter hat, muss dieser Dienst das Geld reinbringen. Vor ein paar Tagen ist die Twitter Aktie wieder abgestürzt.

Vor zwei Jahren schrieb t3n warum Apple Twitter kaufen muss. Natürlich kann man viel darüber streiten. Aber Apple wäre eine Firma, die mit Twitter kein Geld verdienen muss. Sie könnte den Dienst als eigenes “Social Service” nutzen und ansonsten allen den Zugang so leicht wie möglich machen – ohne Werbung einzublenden oder ähnliches. Apple könnte, aber wollte und würde es auch? Keine Ahnung.

Vielleicht liegt es nur an meiner “Twitter-Affinität”, dass ich mir eine gute Zukunft wünsche. Ihr könnt mir Facebook und Instagram abdrehen. Ich würde es ein wenig vermissen. Aber nichts durchdringt mein tägliches Social Media Leben wie Twitter. Facebook einen Sonntag vormittag zwei Stunden zu durchforsten – nie. Hunderte Fotos auf Instagram durchsehen – auch nicht. Aber in Twitter kann ich eintauchen, vielfältigen Meinungen folgen. Ich lese, ich retweete, ich schreibe selbst und kommentiere andere.

Twitter ist schnell, kurzatmig und doch auch eine schöne lange Timeline, ein Fluss von Informationen, erfreulichem und ärgerlichem.

Und wenn es dann mehr als 140 Zeichen werden sollen … Dann blogge ich und twittere schnell den Link zum Artikel :)

Daher zum Schluss: Firmen können in Konkurs gehen, aufgekauft werden. Dienst können schliessen. Aber dann gibt es noch immer mein Blog. Und das ist gut so.

Zwitschern über ein Barcamp #bcg15


Jetzt habe ich es glatt in das BarCamp Graz Blog mit einem eigenen Beitrag geschafft :) Unter dem Titel Der unermüdliche Zwitscherer gibt es ein kleines Interview (natürlich über Twitter) mit mir, da ich einer der fleißigsten TwitterantInnen beim BarCamp Graz 2015 war.

Mir macht twittern auf Barcamps einfach Spass. Ohne es genau einteilen zu können gibt es für mich unterschiedliche Gründe oder Arten zu “zwitschern”.

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tweetbackcheck