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Dropbox: Mehr als eine Online-Festplatte

Dropbox Logo

Seit einigen Tage bin ich fleissiger Nutzer von Dropbox. Wikipedia bietet eine Kurzerklärung:

Sein Zweck ist die Synchronisation von Daten zwischen verschiedenen Rechnern und Benutzern, sowie das einfache zur Verfügung stellen von Bildern und anderen Dateien.

Das sagt es zwar in aller Kürze, aber verkürzt auch die Möglichkeiten, die mir Dropbox bieten. Somit gehe ich jetzt doch ein wenig ins Detail…

Dropbox gibt es in einer kostenlosen Version. Insbesondere mehr Speicherplatz kostet dann auch Geld. Dazu später mehr.

Die Basisfunktionen

Online bietet Dropbox einen Speicherplatz von 2 GB. Hochladen und verwalten kann man diese über eine recht gute Weboberfläche. Wirklich interessant wird es jedoch mit der Offline-Applikation, die es für Windows, Mac und Linux gibt und damit wohl 9x Prozent aller Rechner abdeckt. Bei der Installation wird ein eigenes Dropbox-Verzeichnis eingerichtet, dass spezielle Funktionen bereit stellt.

Jede Datei bzw. jedes Verzeichnis (mitsamt Dateien), die man im Dropbox-Verzeichnis einrichtet bzw. dorthin kopiert wird automatisch mit dem Online-Speicherplatz synchronisiert. Lädt man eine Datei auf der Weboberfläche hoch, dann ist sie ein paar Sekunden (je nach Dateigröße) auch im Dropbox-Verzeichnis am Rechner vorhanden. Ändert man eine Datei am Rechner wird diese Änderung ebenso gesynct. Vorteil ist, dass man immer auf seine Dateien Zugriff hat, auch wenn man keinen Online-Zugriff auf Dropbox hat.

Synchronisation

Interessant wird es wenn man ein Dropbox-Verzeichnis auf mehreren Rechnern einrichtet, dann werden diese über das Internet immer synchron gehalten. Wie das alles geht erklärt ein kurzer Screencast (am Beispiel der MacOS Oberfläche). Damit habe ich endlich eine praktische Lösung um ganze Verzeichnisse zwischen iMac, MacBook und Netbook (mit verschiedenen Betriebssystemen) synchron zu halten. Am iMac eine Präsentation im Dropbox-Verzeichnis erstellen, am MacBook die Datei aufrufen – noch schnell eine Ausbesserung vornehmen – am Barcamp zeigen, und zu Hause habe ich schon die geänderte Datei am iMac.

Doch nicht nur zwischen meinen Rechnern ist ein Sync möglich. Einzelne Verzeichnisse (inklusive Subverzeichnisse) lassen sich für einzelne oder mehrere Dropbox User freigeben. Dateien werden dann zwischen diesen beiden Usern synchron gehalten. So kann man wunderbar als Arbeitsgruppe Dateien austauschen oder gemeinsam an einem Dokument arbeiten. Sollte dabei etwas passieren: Für einige Tage hält Dropbox gelöschte oder geänderte Dateien vor. Diese können dann wieder hergestellt werden. Soferne man einen Bezahlaccount besitzt, kann man um 39 Euro ein “Pack-rat” erstehen, dass ein zeitliches unlimitiertes Wiederherstellen erlaubt. Damit ist Dropbox auch eine gute Backup Lösung.

Mehr Speicherplatz

Apropos Backup. Erste Frage ist natürlich immer, ob man dem Betreiber vertraut. Nun, dass muss jedeR selbst überlegen. Zweite Frage ist immer der Speicherplatz. 2GB gibt es gratis. Für geworbene Mitglieder gibt es 250 MB mehr (bis zu 3GB zusätzlich). Ansonsten kann man für monatlich 4,99 Dollar 5 GB, für 9,99 Dollar 50 GB und für 19,99 Dollar 100 GB Speicherplatz ankaufen. Zahlt man für ein Jahr sind rund zwei Monate jährlich gratis.

Dateien verteilen

Aber auch Nicht-Dropbox-Usern kann man Dateien zur Verfügung stellen. Jede Datei hat einen speziellen Link, den man über Mail anderen zur Verfügung stellt. Damit ist (mit einer Ablaufzeit von einem Monat) der Download dieser Datei jederzeit möglich.

Fotos und mehr

Diese Grundfunktionalitäten von Dropbox funktionieren einfach und gut. Bisher hatte ich auch keinerlei Synchronisationsprobleme. Einmal installiert kann es jedeR bedienen, die/der weiß, wie man Dateien verschiebt oder kopiert. Damit kann man auch “Muttern” die neuesten Fotos vom Familienausflug oder eine lustige Powerpointpräsentation zukommen lassen, ohne dass sie etwas über die Funktionsweise von Dropbox wissen muss. Das geht einfacher als per Mail schicken und erlaubt auch größere Dateimengen auszutauschen als über E-Mail möglich ist.

Wirklich vielseitig wird es mit zwei Verzeichnissen, die automatisch bei der Installation des Dropbox-Verzeichnisses in diesem angelegt werden: “Photos” und “Public”.

In “Photos” kann man Unterverzeichnisse anlegen und in diese Grafikdateien ablegen. Jedes Unterverzeichnis erhält eine eindeutige URL, über die die Fotos in einer Gallerie angezeigt werden. Beispiel wären meine Fotos von der Literatur-Twitter Preisverleihung.

Die meisten Möglichkeiten bietet das “Public” Verzeichnis. Denn gibt man andere Verzeichnisse frei, so sind diese nur ausgewählten Usern zugänglich. In das Public Verzeichnis kann prinzipiell jeder “Einsicht” haben, sofern er/sie die entsprechende URL kennt. Damit hat man quasi auch eigenen Webspace zur Verfügung und damit Platz für interessante Ideen.

Was alles möglich ist

Zwei Dinge, die ich selbst ausprobiert habe sind TiddlyWiki und eine statische Website. TiddlyWiki ist ein Wiki, dass alles in einer Datei speichert und per Javascript gelöst ist. So habe ich eine TiddlyWiki Datei in meinem Dropbox Verzeichnis am Mac abgespeichert, die ich jederzeit bearbeiten kann. Die gesyncte Datei ist dann über den Link http://dl.getdropbox.com/u/2142889/TiddlyWiki/wiki.html erreichbar. Damit kann ich offline das Wiki bearbeiten, dass dann wenige Sekunden später (sobald ich online bin) entsprechend angepasst im Web einsehbar (aber nicht bearbeitbar) ist.
Soferne man in einer HTML-Datei andere Dateien mit ihrem relativen Pfad aufruft sind sie auch in Dropbox eindeutig auffindbar. Damit lassen sich ganze Websites erstellen und über Dropbox aufrufen. Beispiel wäre http://dl.getdropbox.com/u/2142889/texas/index.htm. Ich habe die Adresse nicht mit einem Link hinterlegt. Wer mag kann die URL ja in seine/ihre Adresszeile kopieren. Die Website stammt nämlich aus 2003 und ist der Rest einer damaligen framebasierten Seite. Also webtechnisch fürchterlich, aber ein schnelles Beispiel was so geht.

Mehr Beispiele werden in der Dropbox Facebook Gruppe gesammelt.

Aber auch mit den nicht-öffentlichen Verzeichnissen lässt sich einiges anstellen. So syncen manche ihre Password Manager Dateien über mehrere Rechner hinweg. Ein Plugin, dass ich gerne nutze ist Scrapbook. Scrapbook erlaubt das Abspeichern ganzer Webseiten. Natürlich würde ich das Tool gerne auch unterwegs am Notebook nutzen, ohne dass ich die gesicherten Dateien dann händisch auf den iMac bewegen muss. Nachdem Scrapbook den Speicherort für seine Sicherungen frei wählen lässt, liegt es nahe diesen in das Dropbox Verzeichnis zu legen. Sichere ich dann am Notebook ist das auch am iMac zu sehen und umgekehrt.

Dropbox für das iPhone

Und zu guter Letzt gibt es nunmehr Dropbox auch für das iPhone. Damit kann man durch die Verzeichnisse browsen, zumindest Grafiken, Sound, Video, etc. aufrufen bzw. per Streaming abspielen. Dateien lassen sich temporär am iPhone ablegen, sodass nicht immer eine Datenverbindung notwendig ist. Ebenso sind einzelne Dateien per E-Mail für andere freigebbar.

Natürlich gäbe es zu Dropbox noch mehr zu sagen, noch mehr Fähigkeiten zu erläutern. Wen dies interessiert, der/die schaue doch auf die Feature Liste.

Mehr Gratis-Speicherplatz

Wer sich für Dropbox interessiert, dabei sich und mir etwas Gutes tun will, der/die registriere sich doch über diesen Dropbox Sign in Link. Damit erhalte ich (und auch du) 250 MB mehr Gratisspeicherplatz.

Fazit

Es gibt natürlich etliche andere Online-Speicherplätze bzw. Synchronisierungstools. Ich habe diese nicht alle ausprobiert. Dropbox gefällt auf alle Fälle mit der leichten Installation und der einfachen Bedienung. Und auch mit 2 GB kostenlosen Speicherplatz lässt sich schon einiges anfangen.

Trackbacks

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Lesetipp: Dropbox: Mehr als eine Online-Festplatte - http://bit.ly/NIWIY

Nur ein Blog : Dropbox: Danke für die Unterstützung

"Dropbox: Danke für die Unterstützung" vollständig lesen
Eine erste Ergänzung zu meinem gestrigen Dropbox Artikel. Danke an alle, die über meinen Referral Link Dropbox Mitglied geworden sind. Ihr habt mein Gratisvolumen von 2,5 GB auf 3,75 GB erhöht (und eures natürlich von 2,5 auf 2,75 GB). Danke.

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"Barcamp Graz - Session "Speedbrowsing Web 2.0"" vollständig lesen
Beim Barcamp Graz haben Gerald Bäck und ich eine Session zu Web 2.0 Diensten gestaltet. Ausgangspunkt war das Barcamp Traunsee, bei dem Max Kossatz und Meral Akin-Hecke die Frage stellten: “Web 2.0 wohin?”. Sie präsentierten einige Web 2.0

Kommentare

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Manuel :

ManuelLieber Robert, endlich hast du diesen tollen Service auch entdeckt. Ein gute Review, die uns da präsentierst. Ich bin seit knapp einem Jahr ein sehr regelmäßiger Dropbox-User. Die direkte und vor allem schnelle Synchronisation von neu hinzugefügten Daten war für mich ausschlaggebend gegenüber iDisk und Mozy. Viele Grüße, Manuel

Robert Lender :

Robert LenderNaja, gut Ding braucht Weile :) Die Synchronisation hat mir bisher sehr gut gefallen. Sie startet sobald sich eine Datei verändert oder neu angelegt wurde. Bei kleineren Dateien kann man gar nicht so rasch auf die Weboberfläche wechseln, als das sie dort auch schon aufscheint... Außerdem gab es bisher noch keine groben Probleme. Allein zweimal musste Dropbox anscheinend einen zweiten Anlauf starten um eine bestimmte Datei zu syncen.

Martin Ladstätter :

Martin LadstätterIch finde Dropbox auch sehr praktisch und verwende es seit einigen Monaten um alle meine Rechner sowie - seit Neuestem - auch das iphone am gleichen Stand zu halten. Eignet sich wunderbar bei jeder Sitzung alle wichtigen Daten mitzuhaben.

Robert Lender :

Robert LenderStimmt. So drucke ich mir Programme von Veranstaltungen nicht mehr aus, sondern speichere sie (als PDF, als Screenshot,...) in meiner Dropbox.

Als "Favorit" markiert sind diese Dateien dann auch "offline" am iPhone verfügbar.

Fritz Weisshart :

Fritz WeisshartHallo Robert,

ja, ich weiß, ich bin ein Spätzünder, was die Cloud betrifft. Deshalb musste ich heute auch erst eine Weile googeln, bis ich herausfand, dass man statische Websites in der Dropbox ablegen kann; und eben auch aufrufen. Cool!

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