Über Captchas schreibe ich in letzter Zeit wohl öfters. Aber immer wieder taucht auch Neues dazu auf.

“@Sprungsmarkers Accessibility Daily”:http://paper.li/sprungmarkers/accessibility (eine automatisiert erstellte “Zeitung” mit Nachrichten über Accessibility) fand ich heute den Artikel “Should we kill Captchas”:http://designshack.net/articles/accessibility/should-we-kill-the-captcha/ von Joshua Johnson.

Joshua erklärt warum heutige Captchas eines Plage, Mühe oder sogar Zumutung sind. Auch wenn er anmerkt, dass er hofft, dass jemand bessere Ideen hat entwickelt er selbst ein paar Ideen für Captchas. So findet sich u.a. ein Foto eines Flugzeugs. Der User muss nun wählen ob er ein Flugzeug, einen Vogel,… vor sich sieht. Oder der User muss eintippen welcher Buchstabe zwischen “c” und “e” oder ähnlichen alphabetischen Lücken liegt.

Die BBC hat solche Ideen schon “längst aufgegeben”:http://www.bbc.co.uk/blogs/bbcinternet/2010/10/captcha_and_bbc_id.html. Es lag u.a. daran, dass ein Foto Captcha (abgesehen davon, dass es für blinde NutzerInnen nicht lösbar wäre) eine unglaublich große Fotodatenbank im Hintergrund bräuchte. Denn würden das Captcha eine Vielzahl von Websites verwenden, gäbe es sicherlich bald Bots, die es lösen könnten. Ebenso wie alle anderen Captchas, die nach einem bestimmten Schema funktionieren.

Captcha steht für nichts anders als die englische Abkürzung für einen automatischen Turingtest zur Unterscheidung von Computern und Menschen. Und was wollen wir mit Captchas: Computer (und somit Bots) abweisen und menschliche Kommentare durchlassen. Die BBC verweist in ihrem Beitrag auf einen Artikel der Spamfighters über das “outsourcen von Captcha cracking”:http://www.spamfighter.com/News-14984-Spammers-Outsourcing-Captcha-Cracking-Task-For-Cheap.htm. Denn der wahre Spammer von heute lässt um 50 Dollar im Monat Menschen im 20-Sekunden-Takt Captchas lösen.

Tja, da stehen somit Menschen dahinter, die ein braves Captcha durchlassen soll. Das Captcha funktioniert somit tadellos - aber Spam und Co. kommen trotzdem durch.

Was daraus folgt. Das habe ich gestern “schon geschrieben”:/blog/archives/3552-Spamschutz-mit-Serendipity-und-in-meinem-Blog.

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