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Zweiminutenprojekte

Zwei Minuten beim Barcamp Salzkammergut wollte ich beim Barcamp Salzkammergut 2013 thematisieren und das Interesse war groß genug für eine Session.

#zweiminutenprojekte nannte ich die Session.

Worum geht es?

Ausschlaggebend war dieses Video. Michael erwähnt darin, dass laut “Getting Things done” man nichts als Todo notieren solle, was man in zwei Minuten erledigen könne. Das sollte man gleich tun. Daher ist auch sein Video zwei Minuten lang.

Zwei Minuten? Was kann man in dieser Zeit tun? Für zwei Minuten raffe ich mich schon mal auf, mache mal Pause von etwas aufwendigem und verwende die zwei Minuten für dieses etwas andere.

Könnte man Projekte definieren, die nur zwei Minuten brauchen? Oder gibt es vielleicht Projekte, die man mit zwei Minuten am Tag unterstützen könnte? Zwei Minuten, die man auch gibt, wenn man ansonsten meint, keine Zeit für ein wenig “Gutes tun” zu haben. Zwei Minuten, die man schnell einmal in den täglichen Workflow einbauen kann. Etwas was ich am Weg vom Büro nach Hause in der Straßenbahn am iPhone erledigen kann. Jeden Tag – und damit mehr als 300 mal im Jahr. Und vielleicht bin ich dann nicht einmal der einzige. Viele zwei Minuten können Tage und Wochen an “manpower” bringen.

Aber genug des philosophierens.

Vor der Zwei Minuten Session gab es am Barcamp eine zum Thema “Open Knowledge”. Siehe da crowdcrafting bietet genau so etwa an. Kleine Tasks für ein Forschungsprojekt erledigen. Ein Bild checken, ob darauf eine Person zu sehen ist, den Mittelpunkt eines Moleküls anklicken,… Dinge, die man in wenigen Sekunden erledigt und entweder jemand Geld sparen geholfen hat oder vielleicht sogar mit dabei war, ein wichtiges Medikament zu entwickeln.

Oder wie wäre es mit einem Tweet pro Tag, in dem man für etwas besonderes wirbt, eine Idee weiterverbreitet,…

Von dieser Grundidee ausgehend kamen uns in der Session einige Ideen – die in viele Richtungen gingen.

Eine Teilnehmerin erzählte, dass sie sich immer wieder eine Stunde nimmt, und aus eine Liste von Aufgaben/Projekten per Zufallsgenerator eine vorgelegt bekommt. Dann läuft die Uhr und sie arbeitet 10 Minuten daran (wobei es nicht immer Arbeit sein muss), dann kommt die nächste Aufgabe. Das mache Spass und sie hätte oft Lust nach mehr.

Die “Arbeitskraft of the crowd” machen sich auch Projekte wie recaptcha oder Duolingo zu nutze.

Den Vorteil an so kurzen “Projekten” sahen manche darin, dass man eben Strukturen schaffen kann, sie wirklich in den (Arbeits)Alltag einbaut und sie zur Routine macht (im positiven Sinne). Es schafft auch Befriedigung, denn derartiges hat einen Anfang und ein definiertes Ende mit einem Ergebnis. Ist es nicht das, was uns oft frustriert. Man pulvert Stunden um Stunden hinein und hat am Schluss noch immer den Eindruck, dass es nie aufhört. Auch so manches Freiwilligenprojekt schluckt langsam seine Freiwilligen, die sich dann oft gar nicht mehr so fühlen.

ZweiMinutenProjekte sind nach zwei Minuten zu Ende.

Zwischendrinn tauchte die Website neurovation auf. Ich möchte manchmal gar nicht mit einem Projekt beginnen. Manchmal habe ich nur eine Idee, möchte sie irgendwo deponieren, für mich oder für andere. Manchmal möchte ich eine Idee nur so absichern, dass niemand später kommt und daraus ein Patent, eine Marke macht. Zum ersten mal hörte ich dabei auch den Begriff der Defensivpublikation.

Angeregt durch die Diskussion war eine Idee geboren bezüglich des OTELO-Newstickers. Ich habe es nicht ganz mitbekommen. Aber falls OTELO hier mitliest ;) Hey, vergesst die Idee nicht!

Mehr habe ich jetzt nicht mit notiert.

Aber vielleicht mag jemand mit mir weiter denken. Ich möchte diese Idee der #zweiminutenprojekte nicht verlieren und würde gerne weiter sammeln, was das alles sein könnte.

Vielleicht ist so ein Zweiminutenprojekt auch ein guter Einstieg. Manch BarcamperIn erwähnte, dass Vereine und Projekte große Hemmschwellen darstellen. Man glaubt als (potentiell) InteressierteR gleich alles mögliche leisten zu müssen, man vermeint, manches gar nicht leisten zu können oder kann sich nicht vorstellen, was man leisten könnte. “Werde Mitglied”, “Seien Sie Teil des xy-Teams” klingt nach Arbeit und Zeit, die ich kaum bemessen kann.
Warum nicht mal ZweiMinutenProjekte anbieten, die einen Beitrag für das große Projekt, für den Verein leisten. ZweiMinutenProjekte, die ich vielleicht von zu Hause sogar ganz ohne Wissens des Vereins machen kann und die doch helfen. Vielleicht können diese ein Einstieg sein, ein erster Schritt sich tiefer zu beschäftigen.

Ganz am Schluss der Session kam der Begriff der “Entschleunigung” und dann die Idee, doch zum Abschluss zwei Minuten zu schweigen. Und das taten wir auch. Tat gut und ich merkte für mich selbst wie lange zwei Minuten sein können … lang genug um in diesen zwei Minuten sinnvolles zu tun.

Nebstbei: Auch eine Pause kann ein #zweiminutenprojekt sein.

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Das nenne ich immer wieder nette Zufälle oder “jede Idee ist schon gedacht” :) Vor ein paar Tagen schrieb ich über das erste Brainstorming zu ZweiMinutenProjekte. Heute finde ich einen Artikel bei der Futurezone: Wie man die Welt in eine

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Zur Grundidee siehe ZweiMinutenProjekte. Ein ZweiMinutenProjekte wäre ein Einkauf bei Amazon mit dem Umweg über eine andere Website. Als Beispiel nehme ich mal den Verein Laafi. Dieser unterstützt Gesundheitsprojekte in Burkina Faso. Laafi nimmt am

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