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wünschen - Ein Text zum Projekt *.txt

wünschen

du darfst dir etwas wünschen
dein wunsch werde wahr
dein wunsch sei mir befehl

ich bin wunschlos glücklich
glücklich wer noch wünsche hat

der wunsch zieht durch die welt
der wunsch zieht durch die zeit

wir wünschen uns viel für uns
und wenn wir großzügig sind
wünschen wir auch den anderen

gesundheit wünschen wir uns
und dem feind wünschen wir den tod

den tod wünscht man an den fernen ort
oder wünscht ihn in schmerz herbei

ich wünschte ich könnte diesen text neu beginnen
ich wünschte ich könnte das sagen
was ich wirklich wünschen würde

und dann gibt es den moment
wo ich einfach nichts wünsche
wunschlos bin
das wünschen losgelassen habe

denn manchmal ist wünschen eine pein
sie quellen aus einem
sie erdrücken
sie schwemmen jede erfüllung hinfort

und manchmal ist wünschen eine freude
der wunsch dass ihr ein paar bleibt
der wunsch dass dieses kind ein gutes leben hat
der wunsch für eine gute ernte
wir beginnen an einem augenblick
wir blicken auf hoffnung
und wünschen diesen zeitpunkt zu einer zeitlang

und mancher wünscht
dass dieser text endlich endet
und ich wünsche mir
dass der schlusspunkt sich hier geneigt fallen lässt

und doch wünschen wir uns dass es weitergeht
wir wünschen ein leben lang

aufgewacht aus meinem wunschtraum
wünsche ich euch einen guten morgen und eine gute nacht
schließt die augen
wünscht euch ein bild
wünscht euch eine welt
wünscht euch ein leben

wer wünsche verwünscht
der denke daran
die denke daran
dass ohne wunsch
niemand den ersten schritt gesetzt hätte


Dieser Artikel erscheint im Rahmen des Projekt *.txt zum zweiten Wort wünschen .

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