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Plain Blogging

Beim Mediencamp 2015 habe ich – quasi als Gegenentwurf zu manchen Ansprüchen einkommensorientierter BloggerInnen – ein paar Punkte notiert, die ich gerne nochmals diskutieren möchte.

Lasst es mich “Plain Blogging” nennen, oder vielleicht radikales bloggen.

In diesem Sinne die 5 Punkte (der Begriff “Regeln” passt nicht) des “Einfach Bloggen”:

  • Wenn du etwas zu sagen hast, dann blogge – und frag nicht, ob das jemanden interessiert.
  • Technik und Design sind zu Beginn nicht so wichtig – das kommt dann schon.
  • Ein Blog ist kein Produkt, das es zu vermarkten gilt. Es ist ein Teil deiner Interessen, deiner Ideen, deiner Gedanken, die du gerne in die Welt streust.
  • Ein Blog ist ein Ort des experimentierens. Probier etwas aus und wenn das Thema, die Idee nicht geht: Ok, dann probier was anderes. Es ist dein Ort und du stellst die Regeln auf.
  • Ein Artikel ist nie fertig. Daher lasse ihn lieber früher als später los. Sprich: veröffentliche ihn.

Das wäre es.

In einem folgenden Artikel möchte ich das Ganze noch um das Open Blogging Manifest ergänzen bzw. erweitern.


Disclaimer: Anstoss zu diesem Artikel ist das Mediencamp 2016. Ich möchte teilnehmen. Um sich ein Ticket (es gibt immer mehr Interessierte als Platz) frühzeitig zu sichern hat die Orga aufgerufen über Session-Ideen einen Beitrag zu verfassen. Obiges Thema möchte ich gerne in die Planung vor Ort einbringen.

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Plain Blogging | Gedanken von @roblen | Nur ein Blog https://t.co/YnNdlC6H2t

Kommentare

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Jürgen :

JürgenSehr schön Robert. Bei den neueren Bloggern scheint es eher umgekehrt zu sein, denn da muss alles absolut perfekt sein. Da steht die Optik an erster Stelle, das geschriebene kommt erst danach. Hat sich schon einiges geändert in den letzten 5-10 Jahren.

Stefan :

StefanSpannendes Thema, bei dem ich definitiv auf Deiner Seite des Blogger-Spektrums stehe. Ist interessant, dass sich in den vergangenen Jahren regelrecht eine Art Generationskonflikt entwickelt hat... Freue mich auf entsprechend interessante Gespräche am Mediencamp.

Robert Lender :

Robert LenderHat sich. Veränderungen sind an sich ja ok. Aber auf jede Bewegung braucht es eine Gegenbewegung :) Daher auch der Artikel.

franz supersberger :

franz supersbergerHallo Robert!

Da über die Art, was ist ein Blog und wie steht es um die Kommentare, noch weiter diskutiert wird, will ich einen Vorschlag einbringen. Wie wäre es, wenn man auf der Plattform www.blogheimat.at eine Gruppe bildet, wobei sich jeder TeilnehmerIn verpflichtet, zumindest einmal wöchentlich bei einem Gruppenmitglied einen Kommentar zu schreiben. Wie dies technisch funktioniert weis ich nicht, aber " Jürgen " wird darauf bestimmt eine Antwort haben.

Gruss schlagloch.

Robert Lender :

Robert LenderInteressante Idee. Fürs bloggen gäbe es so etwas - zB die Ironblogger. Eine Initiative für mehr Kommentare hat Jürgen hin und wieder mit einem Blogtag, wo man sich gegenseitig kommentiert. Das lässt sich aber noch ausbauen. Denke auch gerne darüber nach.

weltbeobachterin :

weltbeobachterinhm, das klingt so einfach. Einfach tun. Just do it. Weg mit dem, was ich in einem Blogging-Workshop mal gelernt habe um mehr Nutzer zu bekommen. weg damit, dass Bloggen von Nichtinternetaffinen Menschen als narzissmus ausgelegt wird und dass im Internet überall gefahren lauern.

Robert Lender :

Robert LenderPlain Blogging ist der Hinweis, dass man es sich nicht immer kompliziert machen muss. Natürlich gibt es Gefahren im Internet. Auf die soll man auch achten. Plain B. heißt nicht alle Regeln zu negieren. Es soll nur zur Essenz des bloggen zurückführen. Man will etwas sagen, diskutieren, erzählen und nutzt dafür ein Tool. Plain Blogging will auch ein klein wenig provozieren - gegenüber denjenigen, die als erste Frage "wie kann ich damit Geld verdienen" stellen. Und es heißt. Probier einfach mal was aus :)

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