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Wie in alten Zeiten: Kündigungsschreiben bei einem Web 2.0 Dienst

Fragt mich nicht. Aus irgendeinem Grund bin ich noch Premium Mitglied bei XING. Dh. ich zahle dafür, dass ich zwar hin und wieder nette Kontakte sammle oder alte wiederfinde. Aber das war es auch schon. Noch möchte ich von einem Recruiter einen neuen Job angeboten bekommen, noch engagiere ich mich in Gruppen innerhalb von XING.

Als ich heute das Premium Abonnement kündigen wollte war das wie ein Rückfall in alte Zeiten. Bei anderen Diensten geht man in die Einstellungen, klickt zwei-, dreimal und bekommt dann eine Mail des Bedauerns über diesen Entschluss.

Nicht so XING. Man solle eine Mail aufsetzen oder das Kontaktformular bemühen. Vielleicht bin ich heute zu müde. Aber nach 10 Minuten suche habe ich es noch immer nicht gefunden, denn die Hilfe setzt natürlich keinen Link dorthin.

So habe ich einen Mailtext aufgesetzt und abgeschickt. Mal sehen was passiert…

Update 14. Juli 2017: Der Support hat mir eine Mail geschickt und bedauert die Beendigung meiner Premium Mitgliedschaft. Wenn ich möchte kann ich jedoch meine Meinung revidieren. Dann würde man mir zwei Monate kostenlos dazu schenken. Die Mail ist wunderbar layoutiert und die Erneuerung meines Premium Account geht natürlich mit einem einfachen klick auf einen Link-Button in der Mail. Tja, da will XING wieder, dass ich es ganz einfach habe.
Den Gefallen werde ich ihnen aber nicht tun.

2MinutenProjekt: Eine gute Nachricht schicken

Dominik Leitner bringt auf seiner Seite 365guteDinge jeden Tag eine gute Nachricht. Ich habe darüber schon gebloggt.

Es soll um Dinge gehen, die für die Menschheit im Gesamten von Bedeutung sind. Entwicklungen, auf die wir in den kommenden Jahr(zehnt/hundert)en noch zurückblicken werden.

Einmal am Tag eine positive Nachricht im Meer der negativen Schlagzeilen.

Dominik braucht eure Hilfe. Um jeden Tag eine solche Nachricht zu schreiben braucht er Hinweise, Tipps, Links. Ein Zeitungsschnipsel, ein Youtube Video, eine geteilte Facebook Nachricht. Wenn ihr meint, der könnte eventuell passen. Denkt zwei Minuten an Dominik, sein Projekt und schickt ihm den Link ganz formlos über einen seiner Kanäle

Nebstbei: Vor ein paar Tagen fasste Dominik seine Erfahrung mit 1 halbes Jahr 365guteDinge zusammen.


Die Aussage “Was kann ich schon tun, ich habe so wenig Zeit” kennt wohl jedeR. Unter dem Hashtag #2minutenprojekt blogge ich über Projekte, die man in zwei Minuten unterstützen oder umsetzen kann.

Über Anregungen und weitere Ideen freue ich mich und verblogge sie gerne.

Ausgangspunkt dieser Idee war das Barcamp Salzkammergut.

Das geparkte Klavier

Nordkap. Der nördlichste Punkt des europäische Festlands. Hier steht ein größerer Gebäudekomplex mit Restaurant, Andenkenshop, Museum und einem Kino (toller Film über Norwegens Landschaft).

Mann am Klavier spielend

In der großen Halle steht ein Klavier und daneben eine Tafel “Parkett Piano”. Google Translate sagt, das hieße “geparktes Klavier”.

Ein Mann spielte am Klavier und soweit ich den weiteren Tafeltext interpretieren konnte war jedeR eingeladen es ihm nachzumachen.

12 Klaviere stehen in ganz Norwegen zur freien Nutzung – erklärt die dazugehörige Website.

Auch Gruppen sind eingeladen rund um das Piano Musikaktionen zu starten.

Eine klangvolle Idee.

Ein unbeaufsichtigter Koffer oder was mir durch den Kopf ging

Flughafen Hamburg. Ich sitze bei meinem Gate und schaue auf eine Wand. Eine Wand mit Steckdose. In dieser steckt ein schwarzes Netzteil und ein weißes Kabel (wirkt wie eines von Apple) führt zu einem Koffer. Nur: neben dem Koffer sitzt niemand.

Auf dem Koffer findet sich ein Markenname: “Bomber”. Noch dazu mit einer Bombe mit Zündschnur statt dem “o”. Denke mir, das ist selten dämlich, in Zeiten wie diesen so einen Namen auf einen Koffer zu drucken.

Drei Bilder, die die im Artikel geschilderte Story abbilden

Ein wenig beunruhigt – eher durch den Namen (Will da jemand einen mehr als schlechten Wortwitz hinlegen? Und wenn ja, welcher Art?). Ich greife zum Smartphone und google. Ja, die Firma gibt es wirklich und die stellt auch Koffer her.
Doch mein Kopf hört nicht auf zu denken.

Ist es das mediale Trommeln über Terroranschläge – über verübte und angeblich, wahrscheinlich,… vereitelte, das mich grübeln lässt.

Soll man so einen Koffer melden? Warum steht der schon seit mindestens 10 Minuten (wie ich kam, war er schon da) hier und niemand fällt das auf?

Ist es nur die eigene Panikmache, dass ich an so etwas denke? Wäre es couragiert so einen Koffer zu melden? Lieber einmal zu viel, als das gerade dieser…?
Andererseits kam er doch auch durch die Sicherheitskontrolle. Naja, woher weiß ich das? Und schleißige Kontrollen habe ich schon oft genug miterlebt. Wozu dann Überwachung und Kontrolle (formal) verstärken, wenn die bisherigen Maßnahmen nur eher schlecht als recht umgesetzt werden? Wo Menschen da Fehler, andererseits bleibt es menschlich, auf mich als Mensch eingehend.

Während ich so grüble und eine echte Bombe wohl schon längst hätte hochgehen können kommt ein junger Mann vorbei, setzt sich hin, zieht das Smartphone aus dem Koffer – an dem das Ladekabel hängt – und beginnt zu telefonieren.

Innerlich atme ich ein wenig auf.

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