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@accessibility hat einen neuen Besitzer

Im Jahr 2007 bloggten wir viel über ein barrierefreies Netz. Es gab Blogparaden, aus dem auch ein Live Event: Über Barrieren im Netz entstand und danach sogar ein Buch. Begleitend betrieb ich dazu über Twitter den Account @accessibility.

Dieser begleitete auch noch ein paar spezifische Fachtagungen und anderes.

Danach wurde es still. Wenn ich etwas auf meinem Blog zu Accessilibity (Artikel mit Tag bluebeanieday, Artikel mit Tag accessibility), dann landete es direkt auf meinem Twitter Account und dann machmal auf @accessibility.

Nach einigen Anläufen habe ich im Vorfeld des Blue Beanie Day eine hoffentlich gute Lösung gefunden.

Seit einigen Tagen ist @BIZEPS, der Nachrichtendienst von BIZEPS – Zentrum für Selbstbestimmtes Leben für den Betrieb von @accessibility verantwortlich.

Ich wünsche ihnen damit alles Gute und möge @accessibility eine gute Informationsquelle für alle Twitternden sein bzw. werden.

Barrierefrei gendern #2

Unter Barrierefrei gendern durfte ich einen Kommentar von Andreas Jeitler, Universität Klagenfurt, veröffentlichen. In diesem beschäftigte er sich mit der Frage, wie man gender-gerechte Sprache auch barriefrei darstellen kann.

Der Artikel durfte dann auch unter Barrierefrei gendern auf BIZEPS - Nachrichten zum Thema Behinderung erscheinen. Dieser Artikel wurde recht oft kommentiert. Lest ruhig nach, da finden sich noch einige interessante Überlegungen und auch Hinweise, wie Screenreader mit Binnen-I, Sternchen und Co. umgehen.

Nebenbei: Außerdem tat es mal gut einen Kommentarthread zu lesen, in dem wertschätzend und wirklich diskutiert wurde.

Barrierefrei gendern

Vor vielen Jahren schrieb ich einen Artikel zum Thema das Binnen-I und Barrierefreiheit.

Andreas Jeitler, Universität Klagenfurt hat meinen Artikel nun kommentiert. Ich erlaube mir den Kommentar (fast vollständig) hier nochmals zu zitieren.

Wir haben hier an der Uni Klagenfurt gerade eine Diskussion zu Gender-gerechter Sprache und Barrierefreiheit losgetreten, weil wir der Meinung sind, dass das Gender-Sternchen für Screen Reader Nutzerinnen bis Nutzer nicht barrierefrei nutzbar ist. Die bisher bekannten Ansätze wie Sternchen oder Underscore haben den gravierenden Nachteil, dass sie nur in der geschriebenen Sprache verwendet werden können. Würde z.B. Alexa damit beginnen Texte mit xxx-sternchen-innen vorzulesen, würden bei Amazon die Telefone heiss laufen ;-). Ein von uns vorgeschlagener Ansatz wäre die „bis“ Schreibweise. Wir verzichten auf *,_ und andere Kurzformen (Gendering für Schreibfaule) und schreiben alles aus. Anstelle von „Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“ (was ja nur binäres Geschlecht beinhaltet) schreiben wir „Mitarbeiterinnen bis Mitarbeiter“ (damit wird ein Raum aufgespannt, in dem alle platz finden). Und das ganze ist dann auch mit Screen Reader lesbar. Wir sind aber noch am Ausloten und diskutieren mit den einzelnen Interessenvertretungen.

Wie ich damals schon schrieb ist der Versuch, eine geschlechtergerechte Sprache zu verwenden und dabei barrierefrei wie möglich zu sein, eine Herausforderung.

Ich weiß, manche verzweifeln schon mit zwei Geschlechtern. Die Darstellung unterschiedlicher Geschlechtsidentitäten ist für die einen ein Muss und für die anderen ein regelrechter Affront.

Ich verwende bisher hier auch nur das Binnen-I und werden es, auch der Lesbarkeit willen, vorerst so belassen. Auch wenn manche meinen, schon das „I“ würde alles komplizierter machen. Ich finde aber den Diskurs interessant, ob und wie Sprache ausschließt und wie ich bei meinen Texten all die hinein holen kann, die ich gerne erreichen möchte.

Ich bin daher gespannt, was in der Diskussion auf der Uni Klagenfurt noch herauskommt.

Captchas: Es gibt nichts, was es nicht gibt

Zuerst dachte ich ja bei Angelikas Tweet an einen Scherz, ein Fake oder etwas ähnliches.

Doch dann ging ich auf besagte Website (eines Museums) und probierte selbst einen Newsletter zu abonnieren. Um seine Daten abzusenden muss man eine Rechnung lösen. Aber so einfach macht es das Captcha nicht.

Seht selbst:

Darstellung eines Captchas - siehe Artikeltext

Die einzelnen Zahlen, Pluszeichen und Istgleichzeichen werden wiederum jeweils in einem Raster von 5x3 Zeichen aus Buchstaben und Zahlen gebildet.

Das ganze nennt sich „Mathguard“ und wird z.B. auf CodeGravity näher beschrieben.

Über die Sinnhaftigkeit von Captchas habe ich mich schon oft ausgelassen. Nachdem reine Rechnungs-Captcha wohl schon jeder halbwegs intelligente Bot lösen kann ist man auf diese Variante gekommen.

Je nach Größe des Bildschirms bzw. Größe der Captcha Darstellung ist auf den ersten Blick gar nicht zu erkennen, dass ich hier Zahlen bzw. eine Rechenaufgabe vor mir habe.

Nochmals: Spamabwehr darf nicht die Aufgabe des Kunden sein (in dem er Captchas löst) sondern ist Aufgabe des Website Betreibers.

Wäre interessant wieviele BesucherInnen durch das Captcha niemals NewsletterbezieherInnen wurden.

(K)ein Blue Beanie Day 2017

An sich wäre morgen (30.11.2017) der Blue Beanie Day. Menschen setzen blaue Mützen auf um für Webstandards und ein barrierefreies Web einzutreten.

Mein Profilbild auf Facebook ist getauscht. Was ich dieses Jahr einfach nicht geschafft habe ist Werbung für diesen Tag zu machen. Ich wollte andere motivieren, wollte diesen Tag speziell gestalten. Und dann scheiterte ich an meinen eigenen Ressourcen und Grenzen.

Das ist nun mal so. Aber wer sich noch begeistern kann, der/die ist herzliche eingeladen mitzumachen.

Danke auch dieses Jahr an Walls.io. Die Social Media Wall, die sie mir jedes Jahr zur Verfügung stellen ist schon wieder aktiv:

walls.io/bbd17

Damit könnt ihr die Aktivitäten zum Blue Beanie Day gut verfolgen.

Logo Blue Beanie Day - One web for all #bbd17

Mehr Infos über den Blue Beanie Day gibt es deutscher Sprache auf

roblen.at/einweb

oder in englisch auf

roblen.at/oneweb

Auch wenn ich nicht mehr hinbekomme, eine Mütze aufzusetzen und ein Statement abgeben, dass geht immer noch! :)

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