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Barcamp oder ... ich bin nicht mehr dieselbe

Lydia schreib auf "Büronymus" über Barcamps, das echte Leben und ich.

Der Artikel ist eine sehr feine Zusammenfassung, was Barcamps so anders macht (machen kann) und warum man viel daraus mitnehmen kann.

Eine ihrer Erkenntnisse:

Ich bin nicht mehr dieselbe. Diese Art der Arbeit macht was mit mir. Oder etwas pathetischer: Barcamps can change your life. Und genau das ist der Mehrwert: Er ist unsichtbar, aber unendlich wertvoll.

Mein ganzes Leben hat ein Barcamp noch nicht geändert. Aber es gab Einsichten, Ideen, neue Projekte, die lange über das Barcamp hinaus wirkten und manche noch immer wirken.

Never eat alone - ein wenig wie Barcamp und WebPlausch

In 365guteDinge gibt es als Nachricht #205 einen Bericht über die App “Never eat alone”.

Kurz erklärt:

Daraus entstand die Idee, mittels firmeninterner App das Kennenlernen, Einladen und das Über-die-Wände-der-eigenen-Abteilung-Schauen zu erleichtern. …. JedeR MitarbeiterIn füllt dabei ein Profil aus und gibt darin die eigenen Themenexpertise an sowie jene Themen, über die man persönlich mehr erfahren möchte.

Einerseits hat mich das sehr an meiner damalig Idee des WebPlausch erinnert.

Andererseits hat es etwas Barcamp-artiges. Es geht um Wissensaustausch. Man bietet quasi eine kleine Mittagstisch-Session an und wer mag kann mit mir essen gehen und bei der Session (und einem hoffentlich netten Essen) dabei sein.

Ich mag diese kleinen Ideen Menschen zum Austausch zu bringen. Der Einwand ist vielleicht berechtigt, warum es wieder mal einer App bedarf um zwischen KollegInnen zum Reden zu kommen. Aber wer geht in einem größeren Betrieb so einfach in die Nachbarabteilung und fragt, wer mit einem Essen gehen will?

Das ganze erinnert mich auch an einen alten Bericht, wo einige Menschen regelmäßig ihr kleine Pubcamp veranstalteten, ein Mini-Barcamp zu viert oder fünft.

Twittagessen sind ebenfalls ein ähnlicher Versuch.

Kennt jemand noch weitere solcher Ideen Menschen im kleinen Rahmen zum Austausch anzuregen?

Barcamps schaffen Vertrauen

Lese gerade den Artikel Ein Barcamp schafft mehr Vielfalt in dem Softwareentwickler Markus Tacker über seine positiven Erfahrungen mit Barcamps spricht.

Dabei fällt auch das Wort Vertrauen. Zwar gemünzt auf eine kleinere Gruppe aber für mich auch auf Barcamps umlegbar.

Auf einem Barcamp habe ich die Möglichkeit Menschen kennenzulernen, oft sehr offen in Gruppen zu reden. Kontakte in den Pausen weiterzuknüpfen. All das kann eine Vertrauensbasis schaffen um schon zum Teil am Barcamp ein gemeinsames Projekt zu starten.

Ja, das ist eine sehr optimistische Sicht auf Barcamps, die ich aber aus eigener Erfahrung bestätigen kann.

Barcamp ist der Platz für DAS

Ein heikles Thema. Nein, nicht “Depression”. Darüber sollten wir miteinander viel offener reden und unterstützend sein.

Herr Bock hat ein Barcamp genutzt, um überseine Depression zu reden.

Heikel ist das, weil das kein Aufruf sein soll all seine persönlichen Probleme als Session in ein Barcamp einzubringen. Wenn man Herrn Bocks Beitrag liest, wird man das wohl auch nicht glauben.

Ein wunderbares Beispiel ist das, da es zeigt, was Barcamp alles sein kann. Hier kann man Themen ansprechen, die sonst in der Schublade von Konferenzorganisatoren verschwinden. Hier kann man Sessions vorschlagen, die den Finger in gesellschaftliche Wunden legen.

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