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reCAPTCHA v3 oder der NutzerInnenfrust ist noch nicht zu Ende

Bei „Caschys Blog“ habe ich vor etwas längerem den Hinweis auf Googles neues reCAPTCHA v3 gefunden.

reCAPTCHA v3 hat einen neuen Ansatz. Nicht der User muss beweisen, dass er/sie kein Bot ist. v3 versucht mit einer Analyse von Kommentaren etc. verdächtige Beiträge herauszufiltern, ohne Benutzer/innen mit irgendwelchen Dingen zu stören.

Sind damit die lästigen Fragen weg? Ist mit v3 endlich gewährleistet, dass es barrierefrei ist? Ersteres dürfte der Fall sein. Zu zweiterem bin ich kein Experte und finde auf die Schnelle auch keine Artikel dazu.

Die lästigen Bilder verschwinden nicht

Aber in den Frequently asked questions von Google finde ich folgenden Hinweis

reCAPTCHA v2 is not going away! We will continue to fully support and improve security and usability for v2. reCAPTCHA v3 is intended for power users, site owners that want more data about their traffic, and for use cases in which it is not appropriate to show a challenge to the user.

Tja, damit bleiben uns die Ampeln, die wir suchen müssen und ähnliches noch länger erhalten.

Nichts ist sicher

Als kleinen Zusatz das Programm unCaptcha 2. Es speichert den gesprochenen Text von reCaptcha, schickt diesen durch Googles „Speech to Text“ und verwendet den Text zu Lösung des Captchas.

Mit Google Google schlagen nennt man das.

Auf alle Fälle werden uns lästige Captchas und auf der anderen Seite die Frage, wie man Spam-Kommentare abwehrt, noch länger beschäftigen.

Captchas: Es gibt nichts, was es nicht gibt

Zuerst dachte ich ja bei Angelikas Tweet an einen Scherz, ein Fake oder etwas ähnliches.

Doch dann ging ich auf besagte Website (eines Museums) und probierte selbst einen Newsletter zu abonnieren. Um seine Daten abzusenden muss man eine Rechnung lösen. Aber so einfach macht es das Captcha nicht.

Seht selbst:

Darstellung eines Captchas - siehe Artikeltext

Die einzelnen Zahlen, Pluszeichen und Istgleichzeichen werden wiederum jeweils in einem Raster von 5x3 Zeichen aus Buchstaben und Zahlen gebildet.

Das ganze nennt sich „Mathguard“ und wird z.B. auf CodeGravity näher beschrieben.

Über die Sinnhaftigkeit von Captchas habe ich mich schon oft ausgelassen. Nachdem reine Rechnungs-Captcha wohl schon jeder halbwegs intelligente Bot lösen kann ist man auf diese Variante gekommen.

Je nach Größe des Bildschirms bzw. Größe der Captcha Darstellung ist auf den ersten Blick gar nicht zu erkennen, dass ich hier Zahlen bzw. eine Rechenaufgabe vor mir habe.

Nochmals: Spamabwehr darf nicht die Aufgabe des Kunden sein (in dem er Captchas löst) sondern ist Aufgabe des Website Betreibers.

Wäre interessant wieviele BesucherInnen durch das Captcha niemals NewsletterbezieherInnen wurden.

Captchas: Die Hölle braucht niemand

Ingrid Brodnig schreibt auf der Profil Website über Die Hölle heißt Captcha.

Captchas sind diese „Tests“, die man vor absenden eine Online-Kommentars, eines Online-Formulars, bestehen muss um zu beweisen, dass man kein Roboter (kein Spambot) sondern ein Mensch ist.

Das Problem ist, dass heutzutage eher Menschen daran scheitern als Bots. Könnt ihr die verworrenen Buchstaben in manchen Captchas richtig erkennen? Und wenn ja, dann ist die Reihenfolge oft nicht ganz klar. Ist das Fotofeld bei der man noch einen Teil der Stoßstange sieht noch ein „Auto“, dass man anklicken muss um zu beweisen, dass man wirklich etwas vom Betreiber der Website will?

Ja, ich will etwas. Aber! Der Websitebetreiber will ich auch etwas von mir. Er will meine Kommentare, meine Bestellung, meine Meinung, mein Geld.

Daher würde ich mir schon lange eine Beweisumkehr wünschen.

Nicht ich muss beweisen, dass ich kein Robot bin. Der Websitebetreiber muss beweisen, dass ich einer bin. Dafür gibt es auch Mechanismen, die die Arbeit der Spamabwehr dem Betreiber und nicht mir überlassen.

Noch dazu wo Captchas viele behinderte Menschen per se ausschliessen.

Dies ist nicht mein erster grantiger Artikel zu Captchas. Lest mehr unter dem Hashtag #captcha.

Daher Captchas weg - sofort!

Denn wir brauchen alle keine Hölle mehr!

Unfreiwilliger Selbstversuch mit Audio Captchas

Wer hier länger liest, der weiß, dass ich etwas gegen “Captchas”:http://de.wikipedia.org/wiki/Captcha habe. Sie sind nicht barrierefrei, schließen Menschen aus und lagern die Spamabwehr auf den/die NutzerIn aus.

Auf einer Website der Europäischen Kommission musste ich für den Download eines Dokuments ein Captcha lösen. Vorab: Warum man den Download mittels Captcha absichert wäre schon die erste Frage.

Aber: Nachdem das grafische Captcha nicht funktionierte, habe ich dem Audio-Captcha mein Ohr zugeneigt. Fazit: Wie soll man das verstehen. Zu dritt versuchten wir die eine Ziffer zu verstehen. Die Ansagen sind verrauscht etc., damit “Maschinen” sie nicht so schnell lösen können. Aber je mehr man Captchas gegen immer leistungsfähigere Bots absichert umso schwerer macht man es auch Menschen.

Und am Schluss stellte sich heraus, dass die Captcha-Funktion fehlerhaft war und ich erst ein debuggen abwarten musste.

tweetbackcheck