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Wie in alten Zeiten: Kündigungsschreiben bei einem Web 2.0 Dienst

Fragt mich nicht. Aus irgendeinem Grund bin ich noch Premium Mitglied bei XING. Dh. ich zahle dafür, dass ich zwar hin und wieder nette Kontakte sammle oder alte wiederfinde. Aber das war es auch schon. Noch möchte ich von einem Recruiter einen neuen Job angeboten bekommen, noch engagiere ich mich in Gruppen innerhalb von XING.

Als ich heute das Premium Abonnement kündigen wollte war das wie ein Rückfall in alte Zeiten. Bei anderen Diensten geht man in die Einstellungen, klickt zwei-, dreimal und bekommt dann eine Mail des Bedauerns über diesen Entschluss.

Nicht so XING. Man solle eine Mail aufsetzen oder das Kontaktformular bemühen. Vielleicht bin ich heute zu müde. Aber nach 10 Minuten suche habe ich es noch immer nicht gefunden, denn die Hilfe setzt natürlich keinen Link dorthin.

So habe ich einen Mailtext aufgesetzt und abgeschickt. Mal sehen was passiert…

Update 14. Juli 2017: Der Support hat mir eine Mail geschickt und bedauert die Beendigung meiner Premium Mitgliedschaft. Wenn ich möchte kann ich jedoch meine Meinung revidieren. Dann würde man mir zwei Monate kostenlos dazu schenken. Die Mail ist wunderbar layoutiert und die Erneuerung meines Premium Account geht natürlich mit einem einfachen klick auf einen Link-Button in der Mail. Tja, da will XING wieder, dass ich es ganz einfach habe.
Den Gefallen werde ich ihnen aber nicht tun.

Es XINGt ein wenig

Nicht repräsentativ. Nur Subjektiv.

Immer wenn ich glaube, dass XING keine Relevanz mehr hat … gibt es wieder Lebenszeichen.

  • In den letzten Tagen habe ich frühere Schulkolleg/innen nicht über Facebook – aber über XING – gefunden.
  • Meine Tweets erscheinen auch in meine “XING Timeline” – und siehe da: In den letzten Tagen werden diese auf einmal als interessant markiert
  • Menschen (mit denen ich gerne in Kontakt trete) schreiben mich über XING an

… über LinkedIN erhalte ich viel mehr Kontaktanfragen, zwei Drittel eher spammiger Natur. Außerdem ist mir deren Oberfläche noch immer mehr als überfrachtet.

XING Profil öffentlich stellen

Wenn ich auf die TeilnehmerInnenliste von BarCamps – nehmen wir mal das BarCamp Wien 2008 – blicke, dann fällt zweiterlei auf. Erstens setzen etliche einen Link zu ihrem XING Profil. Zweitens ist dies jedoch ein Profil, das nur für XING Mitglieder ersichtlich ist.

Nicht, dass dies bei mir anders wäre. Aber warum eigentlich? Nun, es ist die Voreinstellung bei XING, dass nur angemeldete BenutzerInnen mein Profil einsehen dürfen – zumindest die Bereiche, die ich für alle freigegeben habe. Liegt es eventuell einfach daran? Oder will man Google und Co vom Profil aussperren um nicht spezielle Informationen in der Suchmaschine wieder zu finden?

Denn nicht öffentlich ist mein Profil auch so nicht. JedeR ist mit einer kurzen Anmeldung in XING und kann dann einiges über mich nachlesen. Ich habe kurz die Einstellungen in XING geändert. Für nichtregistrierte User ist der Name meiner jetzigen Firma weiterhin nicht sichtbar. Allein die “Über mich” Seite gibt einige Auskünfte und meine Gruppenmitgliedschaften sind erkennbar.

Warum dann auch mein Zaudern hier etwas umzustellen?

Serendipity Forum in XING

Es wurde wohl schon Zeit. In XING gibt es nunmehr auch eine eigene Serendipity Gruppe. In den Foren dürfen zwar nur XING Mitglieder mitdisktuieren aber die Forenbeiträge sind auch für Nicht-Mitglieder lesbar.

Laut den Initiatoren der Gruppe soll diese aber nicht das offizielle Serendipity Forum ersetzen (was es sicherlich auch nicht kann). Im Mittelpunkt soll der Business-Einsatz von Serendipity stehen. Das klingt spannend, da damit auch mehr zum Vorschein kommen könnte, dass Serendipity auch für kommerzielle Lösungen durchaus brauchbar ist.

Natürlich ist meine Hoffnung, dass mit der Gruppe ein weitere Schiene zur Bewerbung von Serendipity als gute Blogsoftware eröffnet wurde. Daher bin ich gerne dabei, mein Scherflein beizutragen. Daher auch mein Aufruf an alle XING BenutzerInnen, die auch S9y Fans sind, bei ihren Interessen als Stichwort “S9y” (Serendipity wird doch unterschiedlich verwendet) einzutragen.

Mein Blog zur Visitenkarte machen

XING hat in den letzten Tag für einigen Wirbel gesorgt. Kurz gefasst: Unter anderem bei Mtigliedern die einen Bezahlaccount haben wird in ihrem Profil Werbung so eingeblendet, dass man tw. meinen könnte, diese wäre vom jeweiligen Mitglied ev. selbst geschaltet. XING hat jedoch kaum bis gar nicht darüber informiert. Noch dazu war die Werbung für die “Premium” Mitglieder selbst gar nicht ersichtlich, sondern nur für nichtzahlende Mitglieder. So hatte ich gar keine Möglichkeit zu merken, dass Werbung auf meinem Profil läuft.

Ein Freund hat mir einen Screenshot meines Profils gesendet, jedoch war dort keine Werbung zu sehen…was mich wiederum verwundert hat. Auf alle Fälle gibt es nun für “Premium” (zahlende) Mitglieder auch eine Opt-Out Möglichkeit für die Werbung im Profil – aufgrund der Proteste von einigen Tausend Mitgliedern – und eventuell der damit zusammenhängenden Kurs“abstürze” der Aktie.

Näheres dazu bei zweinull.cc und SELFMADE in Austria (als zwei Beispiele von etlichen Blogbeiträgen.

Wie immer man das auch beurteilen möchte, auch andere Social Networking Plattformen haben in letzter Zeit immer wieder durch unterschiedliche Aktionen für negative Schlagzeilen gesorgt.

Nun gebe ich bei BarCamps etc. XING als meine Visitenkarte an, dies hat sich teilweise fast schon als Standard eingebürgert. Aber warum? Weil ich damit seriöser wirke?

Nicht das ich jetzt gleich aus XING heraus muss. Aber warum ein fremde Plattform als Visitenkarte nutzen bei der ich nie abschätzen kann, ob und welche Werbung erscheint oder welche anderen Aktivitäten gesetzt werden. Ich habe doch mein Blog und dieses kann doch wohl genauso als Visitenkarte herhalten bzw. zeigt es doch viel mehr von mir und meinen Aktivitäten im Web und darüber hinaus.

Nun, vielleicht ist die “Über mich“ Seite noch nicht so aussagekräftig, aber das lässt sich ändern und erweitern. Auf alle Fälle entscheide hier nur ich allein, was sich rund um meinen Namen so findet. So einen Vorteil muss man wohl nutzen.

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